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New York/Colombo - Zwei Jahre nach Ende des blutigen Bürgerkriegs in Sri Lanka haben die Vereinten Nationen den Verdacht auf schwere Menschenrechtsverstöße und Kriegsverbrechen erhärtet. Ein von UN-Generalsekretär Ban Ki-moon bestellter Ausschuss unabhängiger Experten fand "glaubhafte Anhaltspunkte" dafür, dass sowohl die Regierung von Sri Lanka als auch die tamilischen Rebellen schwerwiegenden Menschenrechtsverletzungen begingen. Nach UN-Schätzungen forderten die Kämpfe in der Endphase bis zu 100.000 Menschenleben und traumatisierten die Bevölkerung in dem südasiatischen Inselstaat.
Der mehr als 240 Seite lange Bericht des UN-Ausschusses wurde am Montag (Ortszeit) in New York veröffentlicht. Ban fordert von Colombo "ernsthafte Untersuchungen", um die Verantwortlichen für Kriegsverbrechen und Menschenrechtsverletzungen zu ermitteln und für Entschädigung zu sorgen. Die bisherigen Aktivitäten der Regierung seien unzureichend und erfüllten "die internationalen Erwartungen bei weitem nicht".
Die von Ban beauftragten Experten fanden bei ihrer Auswertung "glaubhafter Quellen", dass "die Militärkampagne der srilankischen Armee von September 2008 bis zum Kriegsende am 19. Mai 2009 in Vanni mit ihren intensiven und weitflächigen Bombardierungen zu einer hohen Anzahl von Todesopfern unter den Zivilisten" führte. Die aufständischen Befreiungstiger wiederum hätten Zivilisten als Puffer zur Armee benutzt, Flüchtlinge erschossen und Kinder zum Waffendienst gezwungen.
Mehrere Minister der Regierung Sri Lankas reagierten am Dienstag verärgert auf den Kommissionsbericht. Die UN-Anschuldigungen basierten auf Informationen von Rebellen, die den besiegten Tamilen naheständen, behauptete Arbeitsminister D E W Gunasekara. "Der Bericht sollte ignoriert werden. Er wirft unseren Versöhnungsprozess zurück". Auch der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaftliche Entwicklung, Lakshman Yapa Abeywardena, widersprach dem UN-Bericht: "Das Militär hat Zivilisten auch in der letzten Kriegsphase nicht vorsätzlich angegriffen".
Ban hatte der srilankischen Regierung angeboten, sich zu den Anschuldigungen zu äußern und Colombos Stellungnahme zusammen mit dem Bericht herauszugeben. Doch Colombo habe nicht reagiert, wie der Sprecher des UN-Generalsekretärs in einer Erklärung am Montagabend feststellte. (APA)
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das problem rührt noch von der kolonialzeit her in der die engländer die "zuwanderer-minderheit" (=tamilen) bevorzugt behandelten um die mehrheit (=singhalesen) nieder zu halten. als die engländer dann weg waren drehten die singhalesen den spieß natürlich um. als die tamilen dann noch einen eigenen staat auf der kleinen insel forderten (wenn sie sich die ausmaße einmal ansehen werden sie sehen, dass diese forderung an eine frechheit grenzt) war das natürlich zu viel für die mehrheit der singhalesen. dass rajapaksa und seine familie keine vorzeigedemokraten sind ist aber auch klar. also vergessen sie ihre geschichte von der gescheiterten integration schnell wieder - das hat nichts damit zu tun!
immerhin stammt die eroberung aus dem 11 jhd und wurde nur durch die europaerer unterbunden. erst portugiesen dann briten. und als die weg waren hat man sich wieder gegeneseitig die koepfe eingeschlagen.
Das Thema hier hat absolut gar nichts mit Integration zu tun. Es geht hier um eine Minderheit die Jahrzehnte lang Unterdrückt werden von der Mehrheit.
Denn die Ceylon- Tamilen gab es schon viel früher.
Die Historiker sind immer noch uneinig darüber, wer Sri Lanka zu erst besiedelt hat. Und vor der Kolonialisierung war die Insel geteilt in mehreren Souveränen Königreichen später wurden sie Zwangsvereint (damit man es besser Verwaten konnte).
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