Personalsenat überträgt Bandion-Ortner die Berufungs-Abteilung

26. April 2011, 14:24
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Nach Rückkehr ins Wiener Straflandesgericht muss sich 44-Jährige von spektakulären Wirtschaftsprozessen verabschieden - Kabinettschef Krakow bleibt vorläufig noch im Justizministerium

Wien - Nach ihrer Ablöse als Justizministerin hat der Personalsenat Claudia Bandion-Ortner schon am vergangenen Freitag die Leitung einer sogenannten Berufungs-Abteilung übertragen.

Damit ist die vormalige BAWAG-Richterin im Wiener Straflandesgericht ab sofort ausschließlich dafür zuständig, Rechtsmittel gegen bezirksgerichtliche Urteile zu überprüfen. Inhaltlich heißt das, dass Bandion-Ortner statt über komplexe Wirtschaftsstrafsachen zukünftig über erstgerichtliche Entscheidungen zu Wirtshausschlägereien, Hundebissen, Verkehrsunfällen, Ladendiebstählen und kleinen Sachbeschädigungen befinden.

Urlaub

Derzeit befindet sich Bandion-Ortner im Urlaub. Wie im Grauen Haus in Erfahrung zu bringen war, soll sie aber avisiert haben, spätestens Anfang Mai ihre Arbeit als Strafrichterin wieder aufnehmen zu wollen.

Bandion-Ortners ehemaliger Kabinettschef Georg Krakow behält vorerst einen Schreibtisch im Palais Trautson. "Zur Abwicklung von offenen Projekten verbleibt er bis auf weiteres im Justizministerium", teilte Ilse-Maria Vrabl-Sanda, die Sprecherin der Oberstaatsanwaltschaft (OStA) Wien, mit. Wann Krakow zur Oberstaatsanwaltschaft zurückkehren wird, sei noch offen. (APA/red)

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