Kaffeepreis steigt und steigt

26. April 2011, 14:03
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Bohnenkaffee hat sich im vergangenen Jahr um fast ein Drittel verteuert, die Situation dürfte sich weiter verschärfen

Wiesbaden - Die Preise für Bohnenkaffee sind in den vergangenen Monaten deutlich angestiegen. Verbraucher in Deutschland mussten im März 14,7 Prozent mehr für Kaffee zahlen als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Ein wesentlicher Grund für die Verteuerung sind laut der Statistiker die seit 2004 steigenden Importpreise für Rohkaffee. Sie seien 2010 im Vergleich zu 2009 um 32 Prozent angestiegen. Im Februar 2011 hätten die Einfuhrpreise für Rohkaffee sogar um 76,2 Prozent über dem Wert des Vorjahreszeitraums gelegen.

Die starke Verteuerung des Rohkaffees hat mehrere Ursachen, wie führende Kaffeeröster bestätigen. Einer der Hauptgründe seien "Spekulationen an den Rohstoffbörsen, die den Rohkaffeepreis nach oben treiben", erklärte eine Sprecherin von Tchibo. Hinzu komme ein erhöhter Kaffeekonsum und damit eine steigende Nachfrage in der Welt. Auch traditionelle Teetrinker-Länder wie Indien und China verbrauchen laut Tchibo zusehends mehr Kaffee.

Ansteigende Nachfrage

Während die Nachfrage wächst, sah sich die Branche in den vergangenen Jahren jedoch immer wieder mit mageren Ernten konfrontiert. So habe es im Jahr 2009 in Kolumbien, dem größten Erzeugerland des hochwertigen Arabica-Kaffees, aufgrund schlechten Wetters und Umstrukturierungen beim Anbau deutlich kleinere Ernten gegeben, erklärt der Kaffee-Chefeinkäufer von Dallmayr, Volker Meyer-Lücke. Die Preise an der Warenterminbörse seien in der Folge auf Höchststände geklettert.

In diesem Jahr könnte sich die Situation weiter verschärfen. Ab Mitte des Jahres erwartet der Kaffeehandel Meyer-Lücke zufolge im größten Kaffeeproduzentenland Brasilien eine erheblich kleinere Ernte. Die Kaffeeröster würden damit "gezwungen, sich rechtzeitig die entsprechenden Qualitäten zu sichern und zu lagern". Das treibe die Preise hoch, am Ende auch die für fertigen Röstkaffee. Der Preisindikator der Internationalen Kaffeeorganisation (ICO) erreichte bereits im März ein Hoch wie seit 34 Jahren nicht mehr. (APA)

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    Ab Mitte des Jahres erwartet der Kaffeehandel im größten Kaffeeproduzentenland Brasilien eine erheblich kleinere Ernte.

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