Rumänien verschiebt Euro-Einführung

26. April 2011, 13:54
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 Bukarest - Die rumänische Regierung peilt nicht mehr den 1. Jänner 2015 als Zeitpunkt für den geplanten Beitritt des Landes zur Eurozone an. Das geht aus dem aktuellen Konvergenzprogramm hervor, das die Regierung in Kürze an die Europäische Kommission (EK) übermitteln wird. Im Konvergenzprogramm des Vorjahres war 2015 noch als explizites Ziel für die Euro-Einführung angeführt worden.

Wie Valentin Lazea, Wirtschaftsexperte der rumänischen Nationalbank, gegenüber der Tageszeitung "Evenimentul Zilei" erklärte, bedeutet ein Eintritt in den Wechselkursmechanismus (WKM II) in der Zeitspanne 2013-2014, dass die Einführung des Euro erst 2016 oder 2017 stattfinden kann. Gemäß dem WKM II muss ein Land in den zwei Jahren vor seinem Beitritt zur Eurozone die Kriterien des Vertrags von Maastricht erfüllen. Die Kriterien - u.a. darf die die Inflationsrate nicht mehr als 1,5 Prozentpunkte über derjenigen der drei preisstabilsten Mitgliedstaaten liegen, die Staatsschulden dürfen nicht mehr als 60 Prozent des BIP betragen, die jährliche Nettoneuverschuldung nicht mehr als 3 Prozent - werden derzeit aber auch von den meisten Euroländern nicht erfüllt.

Der Eintritt in den WKM II wird im Konvergenzprogramm der rumänischen Regierung mit der "Notwendigkeit der Weiterführung der Strukturreform" begründet. Ein genaues Datum für die Einführung des Euro wird nicht genannt. (APA)

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