Scheich Al Jaber will noch mehr investieren

25. April 2011, 09:32
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Saudi sieht Negativkampagne gegen ihn

Wien - Der in die Kritik geratene saudische Unternehmer Mohammed Bin Issa Al Jaber, der in Österreich unter anderem an Kneissl beteiligt ist und das "Grand Hotel" und "The Ring" besitzt, betont seine Investitionsfreudigkeit in Österreich. Zuvor waren Gerüchte aufgetaucht, dass der Saudi mit österreichischem Pass Zahlungsprobleme haben soll - was dieser bestreitet.

"Das stimmt nicht. Ich liebe Österreich und Wien und werde mich durch eine Negativkampagne gegen meine Person nicht von dieser Liebe abbringen lassen. Ich werde noch mehr Investments in Österreich tätigen. Ich möchte meine Kritiker eines Besseren belehren. Derzeit habe ich weniger als 15 Prozent meiner globalen Investments in Österreich - es werden bald noch mehr werden", wird der Scheich, der einst die AUA retten sollte, in der Tageszeitung "Österreich" zitiert.

Auch die Wiedereröffnung des Palais Schwarzenberg als Luxushotel hat Al Jaber noch nicht aufgegeben, obwohl ihm der Bankpartner letzte Woche kündigte. "Es ist richtig, wir wollten 2011 eröffnen, aber der Markt hat sich geändert und wir eröffnen nicht zu einem schlechten Zeitpunkt. Wir werden im Herbst den Umbau starten und 2013 eröffnen. Dieses Investment ist Business und nicht Charity, daher müssen wir genau rechnen. Das Projekt wird definitiv fortgesetzt".

Der Scheich will auch weiter in Charitys Geld investieren. "Meine Foundation hat bisher mehr als 100 Mio. Euro für Charity gegeben", sagt Al Jaber. "In Österreich habe ich gesamt 7 Mio. Euro in Charitys investiert".

Privat lebt er, nach eigenen Angaben, auf bescheidenem Fuß. "Ich bin ein Selfmade-Man. Ich habe mein Geschäft von Grund auf alleine aufgebaut. Nach alter angelsächsischer Tradition halte ich nichts von Pomp und Verschwendung. Ich fahre ein 5 Jahre altes Auto, das ich um 40.000 Euro gekauft habe. Meine Uhr ist 10 Jahre alt - ich habe sie um 150 Euro am Flughafen gekauft", sagte er der Zeitung. (APA)

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    Bei der Tiroler Skifirma Kneissl brachte der Scheich am Freitag - kurz vor Ablauf der Frist - einen Sanierungsplan ein. Zuvor hatte er dort mehrfach versprochene Finanzspritzen unterlassen.

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