Südkorea stationiert Raketen nahe der nördlichen Grenze

25. April 2011, 09:00
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Bericht: Wappnung gegen mögliche Angriffe aus dem Norden

Seoul - Auf zwei Inseln nahe der umstrittenen Seegrenze zu Nordkorea hat Südkorea einem Bericht zufolge Raketen stationiert, um sich gegen mögliche Angriffe aus dem Norden zu wappnen. Mehr als zehn Raketenwerfer des Typs Kuryong seien auf die Inseln Yeonpyeong und Baengnyeong im Gelben Meer gebracht worden, berichtete die südkoreanische Zeitung "Chosun Ilbo" unter Berufung auf Regierungskreise am Montag. Die Raketenwerfer seien mit jeweils 36 Raketen mit einer Reichweite von bis zu 36 Kilometern ausgestattet. Ähnliches berichtete auch die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap.

Die nordkoreanische Armee hatte im November die südkoreanische Insel Yeonpyeong beschossen. Dabei wurden vier Menschen getötet und zahlreiche Gebäude beschädigt. Seit dem Vorfall hat der Süden die Zahl seiner Truppen und Waffen auf den fünf Inseln nahe der umstrittenen Seegrenze aufgestockt. Baengnyeong ist die Insel, die am dichtesten an der Grenze liegt. Der Grenzverlauf im Gelben Meer war nach Ende des Korea-Kriegs 1953 von US-geführten UNO-Truppen einseitig festgelegt worden. Nordkorea erkennt sie bis heute nicht an. (APA)

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