Drei weitere Beteiligte schwer verletzt
Lagos - Bei der Detonation eines Sprengsatzes im Norden Nigerias
ist der mutmaßliche Bombenbauer getötet worden. Drei weitere Beteiligte seien
bei der Explosion in einem Haus in der Stadt Kaduna am Freitagabend schwer
verletzt worden, sagte ein Polizeisprecher am Samstag der Nachrichtenagentur
AFP. In dem Haus in einem mehrheitlich von Muslimen bewohnten Stadtteil seien
weitere Sprengsätze gefunden worden. Drei Menschen wurden demnach festgenommen.
Der Norden Nigerias war vor den Präsidentenwahlen vor einer Woche von
zahlreichen, teils tödlichen Bombenanschlägen erschüttert worden. Nach dem Sieg
von Amtsinhaber Goodluck Jonathan, einem Christen aus dem Süden des Landes, gab
es in der überwiegend von Muslimen bewohnten Region gewaltsame Ausschreitungen.
Dabei sollen laut einer Menschenrechtsgruppe fast 250 Menschen getötet worden
sein, offizielle Zahlen liegen nicht vor.
Die meisten Toten soll es im Teilstaat Kaduna gegeben haben, in dessen
gleichnamiger Hauptstadt am Freitagabend der Sprengsatz detonierte. Dort und im
angrenzenden Nachbarstaat Bauchi sollen am 28. April die Gouverneure und
Regionalparlamente gewählt werden. In den anderen Bundesstaaten wird zwei Tage
früher gewählt. Mit den zeitlich versetzten Wahlen will die Wahlkommission neue
Gewalt verhindern. (APA)