Mutmaßlicher Bombenbauer bei Explosion getötet

23. April 2011, 18:49
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Drei weitere Beteiligte schwer verletzt

Lagos - Bei der Detonation eines Sprengsatzes im Norden Nigerias ist der mutmaßliche Bombenbauer getötet worden. Drei weitere Beteiligte seien bei der Explosion in einem Haus in der Stadt Kaduna am Freitagabend schwer verletzt worden, sagte ein Polizeisprecher am Samstag der Nachrichtenagentur AFP. In dem Haus in einem mehrheitlich von Muslimen bewohnten Stadtteil seien weitere Sprengsätze gefunden worden. Drei Menschen wurden demnach festgenommen.

Der Norden Nigerias war vor den Präsidentenwahlen vor einer Woche von zahlreichen, teils tödlichen Bombenanschlägen erschüttert worden. Nach dem Sieg von Amtsinhaber Goodluck Jonathan, einem Christen aus dem Süden des Landes, gab es in der überwiegend von Muslimen bewohnten Region gewaltsame Ausschreitungen. Dabei sollen laut einer Menschenrechtsgruppe fast 250 Menschen getötet worden sein, offizielle Zahlen liegen nicht vor.

Die meisten Toten soll es im Teilstaat Kaduna gegeben haben, in dessen gleichnamiger Hauptstadt am Freitagabend der Sprengsatz detonierte. Dort und im angrenzenden Nachbarstaat Bauchi sollen am 28. April die Gouverneure und Regionalparlamente gewählt werden. In den anderen Bundesstaaten wird zwei Tage früher gewählt. Mit den zeitlich versetzten Wahlen will die Wahlkommission neue Gewalt verhindern. (APA)

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