Wiener Austria erhöht Ticket-Preise

23. April 2011, 16:25
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Vorstand Kraetschmer verteidigt "moderate" Anpassung und verhandelt gemeinsam mit AG-Kollegen Parits über Vertragsverlängerung - Kein Kommentar zu Gehaltsforderungen

Wien - Nicht nur Spielerverträge laufen bei der Wiener Austria aus, auch bei den AG-Vorständen Markus Kraetschmer und Thomas Parits geht es um die berufliche Zukunft. Ein erstes Gespräch über eine Verlängerung der Zusammenarbeit hat es mit Präsident Wolfgang Katzian bereits gegeben.

"Wir haben unsere Wünsche, Inhalte und Pläne deponiert. Die Signale, die wir empfangen haben, waren recht positiv. Ich gehe davon aus, dass es zu einer Einigung kommen wird", sagte Kraetschmer. Gemäß der Satzung wird Katzian als Vorsitzender nun den Aufsichtsrat informieren, der letztlich über die Sache zu entscheiden hat. Die Verträge mit ihm und Sportchef Parits waren bisher auf drei Jahre befristet. Laut Aktienrecht könnten die Laufzeiten der neuen Verträge bis auf fünf Jahre ausgedehnt werden.

Dass das Duo eine Gehaltsaufbesserung fordern soll,  darüber wollte Wirtschaftschef Kraetschmer keine Auskunft geben. "Ich bitte aus Respekt gegenüber dem Aufsichtsrat um Verständnis, dass zuerst dieser informiert wird", lautete sein Kommentar.

Auch über die von der Austria den Fans zugesagte Kompensation nach der Cup-Blamage gegen Austria Lustenau wurden Gespräche geführt. Kraetschmer traf sich mit einem Fan-Vertreter. Da im Cup die Einnahmen zwischen den Klubs geteilt werden und die Ausgabe von Freikarten für Abonnenten nicht wirklich Sinn macht, ist Kreativität gefragt.

"Entweder wird es freien Eintritt zu einem Europacup-, einem Bundesliga-Spiel oder eine gemeinsame Spende für einen karitativen Zweck geben", kündigte Kraetschmer an. In den nächsten zwei Wochen will man eine Lösung präsentieren. Auch die Mannschaft soll einen Beitrag leisten. Kraetschmer wird diesbezüglich bei Mannschaftskassier Markus Suttner vorstellig werden.

Figo kostet

Abonnenten (derzeit über 6.200, Besucher-Schnitt 8.800) und ordentliche Mitglieder müssen in der kommenden Saison im übrigen tiefer in die Tasche greifen. Die Prese für Abonnements auf der Osttribüne werden von 150 Euro auf 177 Euro erhöht (ergibt pro Match einen Preis von 9,32 Euro), der Beitrag für eine ordentliche Mitgliedschaft steigt von 250 Euro auf 300 Euro. Kraetschmer: "Das neue Abo umfasst nicht 18, sondern mit dem Jubiläums-Spiel am 17. Juni gegen die Luis-Figo-Auswahl 19 Partien. Aus der Organisation dieses Spiels erwachsen dem Klub Kosten. Außerdem fließt ein sechsstelliger Euro-Betrag an die Luis-Figo-Foundation zugunsten eines karitativen Projekts."

Kraetschmar hält die Preiserhöhungen für moderat und vertretbar. Die Index-Anpassung der Mitgliedschaften komme zu 100 Prozent dem Nachwuchs zugute. Man habe die Beiträge für ordentliche Mitglieder seit etlichen Jahren stabil gehalten und gebe auch sonst nicht alle Kostensteigerungen weiter. In der übernächsten Saison sollen Abonnements wieder billiger werden, schließlich gebe es dann auch kein zusätzliches Jubiläums-Spiel mehr zu absolvieren. (APA/red)

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