Wie mich Fukushima lehrte, die Atomkraft zu lieben

22. April 2011, 18:32
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    foto: wally santana/ap/dapd

    "Es geht auch darum, die Relationen zurechtzurücken ..." - Strahlen-Screening in Fukushima.

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    foto: privat

    George Monbiot: "Es gibt keine idealen Lösungen der Energiegewinnung."

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    foto: aus dem buch zum film

    "Unser Freund, das Atom" - Illustration aus dem gleichnamigen legendären Disney-Film aus dem Jahr 1957.

Und warum man bei den Visionen der Grünen von einer lokalen ökologischen Energieproduktion auch das "Kleingedruckte" lesen sollte: ein Plädoyer für mehr Nüchternheit im Umgang mit der AKW- Katastrophe in Japan

Es wird Sie nicht überraschen, zu erfahren, dass die Ereignisse in Japan meine Haltung zur Kernkraft verändert haben. Es wird Sie überraschen, zu hören, wie. Als Folge des Desasters in Fukushima bin ich in dieser Frage nicht länger neutral sondern ein Befürworter dieser Technologie.

Eine klapprige alte Anlage mit unzureichenden Sicherheitseinrichtungen wurde von einem monströsen Erdbeben und einem gewaltigen Tsunami getroffen. Die Notstromaggregate sind ausgefallen und dadurch auch das Kühlsystem. Die Reaktoren explodierten und die Brennstäbe begannen zu schmelzen. Das Desaster offenbarte die Folgen der vertrauten Verbindung von Billig-Konstruktion und Pfusch. Trotzdem ist bis jetzt, soweit wir wissen, noch niemand ernsthaft verstrahlt worden.

Gefahr übertrieben

Einige Grüne haben die Gefahr radioaktiver Fallouts massiv übertrieben. Eine Grafik auf xkcd.com zeigt, dass die beim Unfall in Three Miles Island ausgelöste durschnittliche Strahlenbelastung im Umfeld von zehn Meilen um das 625-Fache geringer war wie die jährliche Maximalbelastung, die für amerikanische AKW-Arbeiter erlaubt ist. Diese wiederum ist halb so hoch angesetzt wie die jährliche Mindestdosis, die nachweislich mit erhöhten Krebsrisiko verbunden ist und ihrerseits ein 80stel jener Strahlenbelastung ausmacht, die irreversible Schäden hervorruft. Ich plädiere hier nicht für Gleichgültigkeit. Ich will nur die Relationen zurechtrücken.

Wenn andere Formen der Energiegewinnung unschädlich wären, fielen diese Folgeerscheinungen schwerer ins Gewicht. Aber Energie ist wie Medizin: Wenn sie nützen soll, muss man Nebenwirkungen in Kauf nehmen.

Neue Verbindungen zum Netz

Wie die meisten Grünen befürworte ich eine stärkere Ausweitung der erneuerbaren Energien. Ich verstehe aber auch die Einwände ihrer Kritiker: Es geht nicht nur um die Windräder an den Stränden, die die Menschen stören, sondern auch um die neuen Verbindungen zum Stromnetz (via Starkstromkabel und Hochspannungsmasten) Und je mehr der Anteil der erneuerbaren Energie im Stromnetz steigt, desto mehr Pumpspeicherkraft braucht man, damit die Lichter nicht ausgehen. Das wiederum bedeutet mehr Stauseen in den Bergen - auch nicht gerade besonders populär...

Wie viele andere bin ich für erneuerbare Energien eingetreten, um damit sowohl den Anteil an fossilen Brennstoffen bei der Produktion von Elektrizität zu ersetzen als auch den Gesamteinsatz zu reduzieren, der dafür nötig ist - wie das Öl für den Transport und das Gas zur Erhitzung des Öls. Sollen wir nun auch den Ersatz der derzeitigen atomaren Kapazität fordern? Je mehr Aufgaben wir erneuerbaren Energien übertragen, desto größer wird der Schaden für die Landschaft sein und umso schwieriger die Aufgabe, die Öffentlichkeit davon zu überzeugen.

Öko-Schmalspur-Energieproduktion

Aber eine Ausweitung des Stromnetzes, um damit Menschen und Industrien mit großen, weit entfernten Energiequellen zu verbinden, wird von den Grünen ebenso abgelehnt. Was sie wollen, ist ganz was anderes: Abschalten und unsere Energie lokal produzieren. Einige haben sogar eine Reduzierung der bestehenden Stromnetze gefordert. Ihre idyllische Vision klingt ja auch nett - solange man nicht das Kleingedruckte liest.

Auf einem derart hohen Zivilisationsniveau wie dem unseren kommen wir mit Öko-Schmalspur-Energieproduktion auf keinen grünen Zweig. Die Generierung von Sonnenenegie in Großbritannien etwa wäre eine gewaltige Rohstoffvergeudung, weil hoffnungslos ineffizient und weit unter unserem Bedarf. Windenergie in dicht besiedelten Gebieten ist weitgehend nutzlos. Teils weil wir unsere Städte bewusst in windgeschützteren Gebieten gebaut haben, teils weil die durch die Gebäude verursachten Interferenzen den Luftstrom beeinträchtigen und zu mechanischen Schäden führen. Mikrowasserkraft mag für ein Bauernhaus in Wales sinnvoll sein, aber nicht für Birmingham.

Liebe zu lokaler Energieproduktion hat Grenzen

Und wie sollen wir unsere ganzen Industrie- und Verkehrsanlagen betreiben? Mit Solarzellen auf den Dächern? Sobald wir den gesamten Energiebedarf unserer Wirtschaft in Rechnung stellen, hört es sich mit der Liebe zur lokalen Energieproduktion auf. Ein nationales - oder noch besser: internationales - Stromnetz ist und bleibt die entscheidende Voraussetzung für eine wachsende Versorgung mit erneuerbarer Energie.

Einige Grüne gehen aber noch weiter: Warum erneuerbare Energien verschwenden, indem man sie in Strom verwandelt? Warum sie nicht direkt einsetzen? Bevor man auf diese Frage antwortet, sollte man sich vergegenwärtigen, was in Großbritannien vor der industriellen Revolution geschah.

Die Eindämmung der Flüsse für Wassermühlen war erneuerbar, pittoresk - und zerstörerisch: Die Blockierung der Flussläufe und die damit verbundene Verschlammung der Laichgebiete hatte katastrophale Auswirkungen für den Fischbestand, der einst große Teile des landesweiten Bedarfs abdeckte.

Fortschritt

Fortschritt erzeugte Mangel. Je mehr Land geopfert wurde, um den Ertrag an Zugtiere für Gewerbe- und Transportzwecke zu verfüttern, desto weniger blieb für die Ernährung der Menschen. Es war das 17. Jahrhundert-Pendant zur heutigen Biobenzin-Krise. Das selbe gilt für Heizöl. Die 11 Millionen Tonnen Kohle aus den englischen Minen produzierten um 1800 so viel an Energie wie das 11 Mio. Hektar Wald gekonnt hätten (ein Drittel der Landesfläche).

Bevor die Kohle aufkam, wurde Holz nicht nur für die Heizung der Privathaushalte sondern auch in der Industrie eingesetzt. Wenn die halbe Fläche Großbritanniens mit Wald bedeckt wäre, könnten wir knapp über eine Mio. Tonnen Eisen pro Jahr (ein Bruchteil unseres tatsächlichen Bedarfs) produzieren und sonst nichts. Selbst mit einem wesentlich niedrigeren Bevölkerungsniveau blieben die rein biologisch hergestellten Güter einer kleinen Elite vorbehalten. Tiefgrüne Energie-Produktion, dezentralisiert, auf reiner Biobasis, ist weitaus zerstörerischer für die Menschheit als eine atomare Kernschmelze.

Lügner der Atom-Lobby

Aber die primäre Energiequelle, auf die die meisten Volkswirtschaften zurückgreifen würden, wenn die AKWs wirklich geschlossen würden, wäre natürlich nicht Holz, Wasser, Wind und Sonne, sondern fossiles Öl. In jeder Hinsicht - Klimawandel, Minenschäden, lokale Verstrahlung, industrielle Verletzungen und Tod, selbst radioaktiver Befall) sind bei Kohle 100-fach schlimmer als bei Atomkraft.

Ja auch ich verachte die Lügner der Atom-Lobby. Ja, auch mir wäre es lieber, wir könnten den ganzen Sektor abschalten, wenn es unschädliche Alternativen gäbe. Aber es gibt kein idealen Lösungen. Jede Form der Energiegewinnung hat ihren Preis. Der Verzicht auf Energie ebenso. Die Atomkraft ist mittlerweile den schärfsten Überprüfungen von allen unterworfen, und der Schaden für Mensch und Umwelt war bisher vergleichsweise minimal. Die Krise von Fukushima hat mich zur Atomkraft bekehrt. (George Monbiot, Übersetzung: Mischa Jäger, DER STANDARD-Printausgabe, 23./24./25.4.2011)

George Monbiot, Jg. 1963, Universitätsdozent, Umweltschützer und politischer Aktivist, schreibt eine wöchentliche Kolumne im Londoner "Guardian"; die tendenziell immer schon zustimmende Haltung des Autors zur Kernkraft gründet vor allem in seiner Überzeugung, dass das emissionsbedingte "Global warming" gegenwärtig die größte Bedrohung des Planeten darstelle, und hat immer wieder - so auch nach der Erstpublikation dieses Beitrags in Großbritannien - heftige Kontroversen ausgelöst.

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Ja bitte
01
Leider ist die derzeitige Situation noch viel

gesundheitsschädlicher und dramatischer als der Autor dieser Kolumne es schon darstellt!
Nicht nur, wie der Herr schon ausgeführt hat, dass es unkalkulierbare Risiken für das Klima gibt, die durch den Atomausstieg bzw. Verzicht auf AKW-Neubauten verschlimmert werden und die Machbarkeit einer 100% "Biologischen" Energieversorgung bzw. ihre Finanzierbarkeit und tatsächliche (Umwelt)-Verträglichkeit mehr als fraglich sind(zumindest bei jetztiger Bevölkerungsstand und Einkommens/Wohlstandsniveau), es ist auch eigentlich offensichtlich, dass die Abschaltung der 7 Deutschen AKW seit mitte März MEHR MENSCHEN TÖTET als sie jemals retten könnte!
Wieso? - Ganz einfach:
Feinstaub verursacht in Deutschland nach EU-Angaben 68.000Tote/Jahr!

Ja bitte
01
Teil5

und noch einige wenige Leukämiefälle dazukommen(Alfred Köberlein unterstellt in einer "Nachauswertung" einer Studie die KEINEN(!) Anstieg bei Leukämie unter Weisrussischen u. Ukrainischen Kindern ergab kühner weise doch 29Fälle.
Selbst wenn ich von 29Fällen in Ukr+ Weisr. bei Kindern ausgehe und diese Zahl verzehnfache(!) um auch eventuelle Einzellfälle unter Erwachsenen und weiter entfernt lebenden zu erfassen komme ich auf nicht mehr als 350-1000Tote bis heute.
Bis 2050 wird es nicht mehr als 2000-4000Tote Weltweit(!) geben oder ~70T/jahr(Welt). - Dies im Vergleich zu 700Toten/Jahr in Deutschland!
Was hier von Atomkraftgegnern unter Angabe falscher Zahlen über Gefahren betrieben wird ist Volksverhetzung. Und diese fordert REAL TOTE!

Ja bitte
01
Teil 4: begründet wird dieser fahrlässige(?)

Totschlag durch die "Grün-Nazis" mit der Behauptung horrender angeblicher Opferzahlen durch Tschernobyl. - Da werden Zhalen von bis zu 200.000Toten(Weltweit innerhalb von ~70Jahren) behauptet.
Doch diese Zahlen sind alles andere als beweisbar.
Ganz im Gegenteil! Bis 2005 sind 52 Liquidatoren an den Folgen der Katastrophe gestorben und ~4000 Kinder u. Jugendliche an Schilddrüsenkrebs erkrankt. Von diesen sind bis 2005 ganze 9 gestorben. Der bei diesen Jugendlichen auftretende Krebs ist fast ausschließlich das Papilläre-Karzinom (~95%) mit einer 10Jahres überlebensrate (>90%), eine Quelle spricht sogar von 99%!
Bis heute gibt es 7000 durch Tschernobyl verursachte Schilddrüsenkrebsfälle, selbst wenn von diesen 10% Sterben und noch..

Ja bitte
00
Quellen:

Feinstaub u. Mengenverteilung:
http://de.wikipedia.org/wiki/Fein... Entstehung
Tote in Deutschland hier auf S3:
http://www.bund-nrw.de/fileadmin... 1_2008.pdf
jedes einzige Deutsche AKW das abgeschaltet wird bevor ALLE Kohlekraftwerke abgeschaltet werden konnten verursacht also 50-100Tote/Jahr.
Diese Argumentation gilt natürlich auch für DIE AKW die von Rot/Grün schon abgeschaltet wurden(Stade, Würgassen) oder deren Inbetriebnahme durch juristische Tricks verhindert wurde(Mühlheim-Kehrlich).
Begründet wird dieser (fahrlässige oder vorsätzliche?) Todschlag von den "Grün-Nazis" mit der Behauptung..

Ja bitte
01
..Von den Deutschen Feinstaub Emissionen gehen

wiederum 18% auf das Konto der Elektrizitätswirtschaft!
44% der Deutschen Stromversorgung werden derzeit von Kohlekrafterken gedeckt was den überwiegenden Teil der 19.000t Feinstaub verursachen dürfte(~90%?!).
Die Atomkraft hat bis März 2011 mit weiteren 23% beigetragen.
Wenn jetzt von 20GW AKW Kapaziät 7GW abgeschaltet wurden, von denen 2GW durch Importe(französischer u. tschechischer Atomstrom!) und 5GW durch zusätzlich hochgefahrene Kohlekraftwerke erzeugt werden, dann kommen zu den 44% Kohleanteil ung. 4,5% dazu! Also 10% mehr.
Wenn aber die KohleKW 18% aller deutschen Feinstaubtoten verursachen (~6000Tote) und sich diese um 10& erhöhen, sterben pro Jahr in Deutschland 600 Menschen, nur durch die Abschaltung der 7 ältesten AKW!

yes2bertl
00
28.5.2011, 19:44
Der Mann scheint außerordentlich besorgt.

Vielleicht schreibt er deshalb Geschwurbel.

BioHorst Schlemmer
00
27.5.2011, 19:36
die wahre Geschichte von 1986: die vergessenen Helden - es war nicht Glück dass Europa noch bewohnbar ist

Niemand war vorbereitet

Die Namen in der aussichtslosen Situtation der Helfer sind längst in Vergessenheit geraten
Diese vergessenen Helden sind es, die im Sommer 1986 noch weitaus schlimmeres verhindern, nämlich eine 2. Explosion, die halb Europa ausgelöscht & ganz Europa unbewohnbar gemacht hätte ...

http://www.youtube.com/watch?v=-TgczLGbZSA

http://www.youtube.com/watch?v=H1B9-F_i9Xs

BioHorst Schlemmer
00
27.5.2011, 19:30
Nachfolge 1986: Österreich zählt im internationalen Vergleich zu den vom Tschernobyl-Fallout am

stärksten betroffenen Ländern - wegen des Fallout Regens

damals wurde uns gesagt, ist nicht so schlimm, 2min http://www.youtube.com/watch?fea... 7yDE#at=11

Besonders betroffen sind folgende Gebiete: Ein von Norden bis zu den Hohen Tauern verlaufender Streifen: Teile des Wald-, Mühl-Viertels, die Gegend um Linz, die Welser Heide, die Pyhrngegend, Salzkammergut, westliche Niedere Tauern und Hohe Tauern bis zu den Zillertaler Alpen.

caesium verseuchung
im link findet ihr messungen von waldprodukten und lebensmittel verschiedener jahre

http://www.umweltinstitut.org/radioakti... n-122.html

BioHorst Schlemmer
00
27.5.2011, 19:29
Haben Sie denn keine Zweifel an der Willensbildung? Macht Sie das nicht skeptisch wenn Quasi-Monopolisten ihr Produkt seit 50 Jahren als alternativlos darstellen?

doku film über neues endlager – gebaut für 100.000 jahre,60min
http://www.youtube.com/watch?v=8AWcle6lM_Q

neue akw doku - über risikozunahme durch privatisierungen,58min
http://www.youtube.com/watch?v=TzqO16L6VuQ

TÜV Atomkraftwerke,8min
http://www.youtube.com/watch?v=6KniumsmSMs

Vertragsbruch Atomlobby,3min
http://www.youtube.com/watch?v=XU0MJwdlbUE

atomindustrie verdient am eigenen müll,6min
https://www.youtube.com/watch?v=Ln99zLDa9ic

die nachwirkungen
http://www.heise.de/tp/r4/art... 647/1.html

alternativen verhindert,6min
http://www.swr.de/report/-/... index.html

bericht
http://www.profil.at/articles/... geschaefts

BioHorst Schlemmer
00
27.5.2011, 19:28
Infos über AKWs - Laufzeitverlängerungen und gleichzeitig Privatisierungen ? wie wird das ausgehen? Profitmaximierung vs Sicherheit - Profit wird privatisiert/ bei Unfällen und für die Lagerung von 50.000 Jahren zahlt der Staat

AKWs rund um Österreich OHNE Containment http://atomar.soup.io/post/1178... nt-Schutzh

Liste Unfälle in kerntechnischen Anlagen http://de.wikipedia.org/wiki/List... en_Anlagen

Infos über Zwischenfälle in Deutschland http://de.wikipedia.org/wiki/List... en_Anlagen

Infos zur Laufzeitverlängerung - durch Vertragsbruch erreicht
http://de.wikipedia.org/wiki/Lauf... kraftwerke

Liste AKWs in Europa
http://de.wikipedia.org/wiki/List... _in_Europa

Poldi Schrumpl
03
24.5.2011, 20:17
ich kann gar nicht ausdrücken, wie sehr mir dieser artikel aus der seele spricht!

bravo zu diesem kommentar.

Das Ja, natürlich - Schweinderl
00
24.5.2011, 13:08
Oh, wenn alle AKW's auf dem neuesten Stand wären

hätte ich auch kein Problem, sie noch ein wenig laufen zu lassen.

Fakt ist: KEINES der laufenden AKW in deutschland würde nach den 1992(!!) eingeführten Zulassungskriterien ein Zulassung erhalten.

Es wird weltweit nur 1(!)AKW nach neuestem Stand gebaut, die Rentabilität ist umstritten, die Kosten haben sich schon vor Fertigstellung verdoppelt, ...

aaronthebaron
11
23.5.2011, 18:23
Würde mich interessieren, wer die headline geschrieben hat

pervers ist noch das mindeste, was mir dazu einfällt.

zum Inhalt: Atomkraft als Heilmittel gegen global warming - wie naiv, oder monokausal gestrickt muss man eigentlich sein, um daran zu glauben?

Die Nutzung der Atomkraft hat wesentlich dazu beigetragen, dass wir heute pro Kopf 5x soviel Strom brauchen wie in den 60er Jahren. Und macht es immer schwerer, den immer noch beschleunigten Blindflug gegen die Wand einzubremsen..

Da Rede ich vom Riesenproblem Endlagerung noch gar nicht, Atomsemiotik, Atomblumen, Atomkatzen, Atompriesterschaft.. wie verblendet muss man eigentlich sein, um das Wahnsystem nicht zu erkennen?

Irgan Nakbu
14
27.4.2011, 15:25
Provokation

Mit Provokation kann man auch sein Geld verdienen. Der Typ ist kein Umweltschützer eher ein Umweltschützervorschützer. Sein Gewinsel möchte ich nicht hören wenn in GB ein Meiler in die Luft fliegt.

Poldi Schrumpl
11
24.5.2011, 20:20

genau dieses eingeimpfte nachbeten der panikmache ist das was hier kritisiert wird.

vor 10 jahren war jeder "gebildete, moderne und aufgeschlossene" mensch geil auf alternative heilformen - ganz voran die homöopathie. jetzt endlich traun sich immer mehr einzugestehen dass das humbug war.

Felix Kuttinger
 
02
30.4.2011, 19:57
Jedenfalls ist dieser Typ ein freier Denker

und nicht einer der nachbetet und nachwinselt. Was hier freilich vielen gegen den Strich geht.

Andreas1900
43
25.4.2011, 18:17
Die AKW-Fans dreschen ständig die gleichen Phrasen

Das Ausstiegsszenario beschränken sie mit dem engen Blick auf AKW oder Alternativenergie oder Kohle/Öl.

Das sind die Halbwahrheiten, mit denen die Lobby-Maschinerie manipuliert.
Oder: Energiesparen wird sofort, Populismus pur, mit Reduktion auf das Mittelalter gleichgesetzt. Wie es die Atomkonzerne wünschen und dafür Unsummen investieren, damit Regierungen bestechen und desinformieren.

Als Gesasmtpaket geht es! Die VIELFÄLTIGEN Sparmaßnahmen sind kurzfristig viel weniger spürbar und mittel- bis langfristig ein völlig neuer Wirtschaftszweig. EFFIZIENZ bspw. ist viel effektiver als Standby u.ä., das weiß man!

Die Ressourcen gehen zu Ende, je früher man umsteigt, investiert, forscht, desto sicherer ist man auf der Zukunftsschiene.

Herrenreiter
 
65
26.4.2011, 10:04
Von wegen Phrasendrecherei

Vielmehr sind es die Anti-AKW-Hysteriker, denen nichts neues als der ewig gleiche substanzlose Blödsinn einfällt. Sie behaupten missgebildete Kinder in Ukraine und Weißrussland, deren Zahl aber leider nicht signifikant aus der Reihe fällt. Sie behaupten, die Region um Chernobyl wäre eine Todeszone und blenden aus, dass genau dort Flora und Fauna aufblühen und dreitausend menschliche Bewohner sich des Lebens und ihrer Gesundheit erfreuen. Liebe Freunde, schön langsam wirds nervend und fad immerzu den gleichen Unsinn mit Sachargumenten widerlegen zu müssen.

Andreas1900
45
26.4.2011, 12:45
Wieder solche polemischen Halbwahrheiten!

Zufällig habe ich auch diese Doku mit den Wölfen rund um Tschernobyl gesehen, auf die sie offenbar anspielen. Denken Sie etwa, dass jedes Lebewesen, das dort hinkommt, sofort tot umfällt?
Die Nagetiere (Siebenschläfer) wurden nach 1986 viele Jahre dort beobachtet und überprüft: Die Population ist tatsächlich zunehmend und die Sterbefälle für die Siebenschläfer nicht so signifikant, das ist die eine Halbwahrheit.

Wenn man es aber auf uns Menschen umlegt, wäre es die reinste Katastrophe: Ein erheblicher Teil der Siebenschläfer leidet unter massiven Missbildungen und stirbt an Krebs.
Das Bewusstsein der Nagetiere oder die relativ kurze Lebensdauer der Tiere mit den Menschen zu vergleichen ist der andere Teil solcher Halbwahrheiten.

Herrenreiter
 
43
26.4.2011, 13:21

Diese Doku habe ich nicht gesehen (ich spare aus AKWs importierten Strom und habe deswegen keinen Fernseher), aber jede rasche Internetrecherche gibt Indizien in Hülle und Fülle, dass Chernobyl nicht die Todeszone sein kann, die sie angeblich sein soll. Eine nette Zusammenfassung findet sich hier: http://tinyurl.com/3klghzj

Andreas1900
03
26.4.2011, 14:25

Schade, dass Sie diese Doku nicht gesehen habe, das sind ernsthafte Recherchen, bei der wirklich differenziert wird zwischen Fauna und Flora und dem Menschen.
Apropos Halbwahrheit: Strom sparen mit Internet und Video?
Passt! ;-)

Felix Kuttinger
 
21
27.4.2011, 14:04

Vergleichende Versuche an Mäusen haben gezeigt, dass der dauerhafte Aufenthalt in strahlenverseuchtem Gelände offenbar den Organismus gewöhnt und immunisiert.

Das Ja, natürlich - Schweinderl
00
24.5.2011, 13:02
genau,

haben sie mal nachgefragt, wie viele Generationen das dauert?

Wissen sie wie viele Generationen Mäuse in einer Generation Menschen Platz finden?

Bei Mäusen macht ein Kindersterblichkeit von 20% das Kraut nicht fett, wie schaut das ihrer Meinung nach beim Menschen aus?

Andreas1900
13
27.4.2011, 17:36

Die Erdmännchen sind auch gegen Schlangen- und Skorpiongift immun. Das auszuprobieren wäre aber für Menschen wohl nicht ratsam.
Möglicherweise stellen sich aber AKW-Befürworter als Versuchsobjekte zur Verfügung?

Al Borland
22
25.4.2011, 18:36

Fossile Brennstoffe machen weit über 80% der Energieversorgung aus.

Wie genau wollen Sie die Kohle da aus der Diskussion ausklammern?

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