Der Ablauf der Katastrophe

22. April 2011, 17:13
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  • 1977 Der erste Reaktorblock (Nr. 1) wird fertiggestellt.
  • 25. 4. 1986 Vorbereitungen für Testlauf in Block 4, der seit 1984 in Betrieb ist.
  • 25. 4. 1986 Super-GAU: Um 0.28 Uhr sackt die Leistung aus bisher ungeklärter Ursache ab, Steuerstäbe werden zur Leistungssteigerung ausgefahren. Um 1.23 Uhr steigt beim Beginn des Testlaufs die Temperatur an. Es kommt zum Kontrollverlust, der Reaktor wird notabgeschaltet. Durch die Hitzeentwicklung schmelzen die Brennelemente. Es entsteht Knallgas - und kommt zur Explosion.
  • 27. 4. 1986 In der drei Kilometer entfernten Stadt Prypjat wird mit den Evakuierungen begonnen. Erst am 21. 5. ist Prypjat offiziell evakuiert.
  • 28. 4. 1986 In Skandinavien werden erhöhte Radioaktivitätswerte gemessen. Zunächst glaubt man an einen Zwischenfall in einem schwedischen AKW, dann vermutet man ein Atomunglück in der Sowjetunion, doch dort dementiert die Regierung.
  • 29. 4. 1986 Die staatliche sowjetische Nachrichtenagentur berichtet von einem Unfall mit Personenschaden im AKW Tschernobyl. Die radioaktive Wolke erreicht Österreich, das in der Folge nach der Ukraine, Weißrussland und Schweden zu den am meisten verstrahlten Gebieten Europas gehört.
  • 30. 4. 1986 Die Sowjetunion meldet, das Feuer im AKW sei gelöscht.
  • 15. 11. 1986 Der Sarkophag wird fertiggestellt.
  • In den Folgejahren sterben laut Weltgesundheitsorganisation 8930 an den Folgen des Unglücks. Im Torch-Report (The Other Report on Chernobyl) werden 60.000 Krebstodesfälle angeführt.
  • 1991 und 1996 werden Reaktorblock 2 und 1 stillgelegt
  • 2000 Stilllegung des letzten Blocks (Nr.3).
  • April 2011 In einer Geberkonferenz werden der Ukraine 550 Mio. Euro für den Bau eines neuen Sarkophags zugesichert. (APA, spri, DER STANDARD-Printausgabe, 23./24./25.4.2011)
  • Bild nicht mehr verfügbar

    Das Atomkraftwerk in Tschernobyl in der damaligen Sowjetunion, aufgenommen wenige Tage nach dem Reaktorunglueck am 26. April 1986.

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