Polizei löste paramilitärisches Trainingslager auf

22. April 2011, 19:59

Widersprüchliche Aussagen - Roma: Evakuierung oder Osterurlaub?

Budapest - Laut dem ungarischen privaten TV-Sender TV2 hat die Polizei am Freitagabend die Aktionen im Trainingslager der rechtsradikalen Gruppierung "Vederö" in Gyöngyöspata beendet. Dabei seien die Organisatoren des Lagers von der Polizei abgeführt und die restlichen Teilnehmer aufgefordert worden, den Schauplatz zu verlassen.

Nach Angaben der Polizei gilt es als Straftat, wenn eine Bekleidung getragen wird, die Ängste in der Bevölkerung auslöst. Wie die ungarische Nachrichtenagentur MTI berichtete, hat der Großteil der Teilnehmer das Lager verlassen. Innenminister Sandor Pinter erklärte auf einer Pressekonferenz in Gyöngyöspata, dass acht Personen von der Polizei abgeführt worden seien. Ihnen werde vorgeworfen, randaliert zu haben.

Aus dem mittelungarischen Ort waren am Freitagmorgen rund 300 Roma-Frauen und -Kinder aus Angst vor dem paramilitärischen Trainingslagers vom Roten Kreuz "evakuiert" worden, wobei sie im Ferienlager in Csilleberc und in einem Kulturzentrum in der Stadt Szolnok Aufnahme fanden. Diese "Evakuierung" war später von Regierungssprecher Peter Szijjarto und auch seitens des Roten Kreuzes dementiert worden. Es handle sich um einen "Osterurlaub", der länger geplant war, und nicht um eine "aus plötzlicher Notwendigkeit vollzogene Aussiedlung".

Im TV2 widersprachen Roma des Ortes dieser Behauptung. Ihre Frauen und Kinder hätten den Ort aus Angst vor den Rechtsradikalen verlassen. Frauen im Ferienlager in Csilleberc erzählten, dass ihre Kinder aus Angst die Häuser nicht mehr verlassen. Die Polizei unterrichtete laut MTI die noch im Trainingslager verbliebenen Teilnehmer über die rechtliche Situation. Nach der jüngst modifizierten Regierungsverfügung kann ein Bürger zur Zahlung von 100.000 Forint (379 Euro) verurteilt werden, wenn er sich Befugnisse der Sicherheitsorgane anmaßt.

Die rechtsradikale Parlamentspartei Jobbik dementierte unterdessen am Freitag, dass die Extremistengruppe "Vederö" mit der Partei in Verbindung stünde. Vielmehr könne man von einem "Gegenspieler" sprechen, da der Leiter der Bewegung, Tamas Eszes, bei der Bürgermeisterwahl in Gyöngyöspata gegen den Jobbik-Kandidaten antreten werde. Die Partei vermutet nach Angaben ihrer Sprecherin Dora Duro vielmehr die rechtskonservative Regierungspartei Fidesz-MPSZ hinter "Vederö". Jobbik forderte den Innenminister Sandor Pinter zum Rücktritt auf. (APA)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 281
1 2 3 4 5 6 7
omar chamra
00
28.4.2011, 16:35
Ausgezeichneter Pester Lloyd Kommentar

http://www.pesterlloyd.net/2011_17/1... osdie.html

forastero
30
23.4.2011, 19:42
BREAKING NEWS

Neue Verordnung tritt ab sofort in Kraft: Bürgerwehren in Ungarn brauchen ab sofort eine polizeiliche Genehmigung und dürfen sonst nicht mehr agieren.

Ibsen
00
27.4.2011, 08:42
BREAKING NEWS: Schlägerei in Gyöngyöspata

http://index.hu/belfold/2... ebb_jovot/

Ibsen
00
26.4.2011, 14:37
BREAKING NEWS: Véderö ist nach Gyöngyöspata zurückgekehrt

Also sie agieren - trotz der von Dir erwähnten Verordnung - wieder:
http://index.hu/belfold/2... gyospatan/

drKannibalFekter
 
01
27.4.2011, 08:21
Manches wird sich mit der Zeit weisen ....

z.B. ob die Fidesz-Regierung die Geister die sie rief wieder in die Flasche zurückbringt, bringen will. Ich bin mehr denn je überzeugt, dass die Randale im Okt. 2006 von der Fidesz organisiert war und auch die Jobbik hat sich aus der Fidesz entwickelt. (Vona)
Das war noch gewollt. Aber die Wirkung auf die Massen des Pöbels wurde unterschätzt. Jetzt haben sie ein Problem. Pintér iszt ja auch erst im letzten Moment aufgetaucht. Die haben Angst vor den Stimmen im Ausland!

Ibsen
00
27.4.2011, 08:40
Einverstanden!

Ibsen
01
24.4.2011, 19:16
Warum hat man so lange(fast bis zum Ausbruch eines lokalen Bürgerkriegs) mit dieser von Ihnen erwähnten "Verordnung" gewartet?

Könnten sie uns übrigens den Link oder den genauen Text der Verordnung hier veröffentlichen?

forastero
00
25.4.2011, 17:35
gerne

http://www.kozlonyok.hu/nkonline/... k11042.pdf
(seite2)
Warum hat man in Deutschland mit dem Atomausstieg bis Fukushima gewartet?

Ibsen
00
25.4.2011, 17:52
Schon früher gefunden, danke!

Wie auch das hier: Die von der Polizei abgeführten Mitglieder von Véderö sind bereits auf freiem Fuß, ohne Strafe...

http://www.stop.hu/articles/... ?id=865114

forastero
00
26.4.2011, 10:12
Wie sollte die Anklage lauten?

Der Aufenthalt in Tarnwesten auf öffentlichen Plätzen ist weder in Österreich, noch in Ungarn strafbar.
Die haben keine verbotene Uniform getragen und
zum Rowdytum braucht man mindestens eine kleine Sachbeschädigung, Prügelei oä.

Ibsen
00
26.4.2011, 10:38
forastero
00
25.4.2011, 17:43
letzter Versuch

die Mitte wird immer weggelöscht, also das Ende lautet: MKPDF/hiteles/MK11042.pdf

academius
111
23.4.2011, 18:11

Die sozialen Dissonanzen in Ungarn sind das Produkt von Kommunismus und späteren Sozialismus. Beides über 60 Jahre lang! ich bin davon überzeugt, dass die konservativ-bürgerliche Kraft der Fidesz einen Integrationsprozess einleiten wird, unbeirrt von links und rechts.

drKannibalFekter
 
12
24.4.2011, 16:28
Du verherrlichst alles was schwarz und verlogen ist!

Bist ein kleiner Verblendeter wie?

globetrottel
21
24.4.2011, 18:15

Eine Bitte : Nur den Andersdenkenden (und sei er noch so verblendet) niederzumachen reicht nicht !

drKannibalFekter
 
00
24.4.2011, 21:45
Sorry, aber bei dem konnte ich nicht anders!

Der hat soooo viele sinnlos gleichlautende Postings!

muppetbasher
02
23.4.2011, 17:23
Europa muß aufpassen, dass solche Brandstiftereien nicht unsere Gemeinschaft zerstören!

Einem Strache können wir hier ordentlich auf die Finger hauen!

da jusa
14
23.4.2011, 16:19
osterurlaub?

was soll das? Pinocchio-award?

vallis rosarum
 
36
23.4.2011, 15:37
Unsere lieben Nachbarn, die Ungarn, schießen sich selbst aus der

zivilisierten Völkergemeinschaft heraus.
Wo wollen sie hin?
Ins 19. Jahrhundert zurück oder gar wieder
in die Steppe hinter den Ural, von der sie vor 1300 Jahren kamen?

Hinter aller meiner Polemik steckt eine tiefe Traurigkeit und Sorge um dieses schöne Nachbarland.

rastapeace
01
24.4.2011, 20:39
...und die österreicher?

zum glück gibts in ungarn auch noch einige vernünftigere leute. drum funktionierts auch nicht richtig - die Ungarn - anzusprechen. oder wollen sie sich für die alt u. neu nazis hierzulande rechtfertigen müssen?

p.s. finde das fehlende l in der überschrifft gelungen!

Halbmond
40
23.4.2011, 17:03
Wieso beleidigen sie das gebiet in Ural bitte!

Da kamen nicht nur die Ungarn aus diesem gebiet Mongolen und die heutigen Türken genauso.Die menschen dort werden wenigstens nicht so vertrieben wie in mitteleuropa mit romas in frankreich und in Ungarn.

Kucken sie sich einmal ein Doku. über das gebiet Altai einmal an.....nur ein tipp.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 281
1 2 3 4 5 6 7

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.