dm mit Versandapotheke erfolgreich

22. April 2011, 11:18
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Über den Partner "Zur Rose" verkauft die Drogeriemarktkette dm rezeptfreie Arzneimittel online

Salzburg - Der Einstieg der Drogeriekette dm in den Versandhandel mit rezeptfreien Arzneimitteln in Österreich hat alle Erwartungen des Unternehmens übertroffen. Der Umsatz liegt schon nach wenigen Wochen über dem der besten dm-Filiale. Vor allem aber hat die Drogerie-Kette nun den Fuß schon in der Tür: Mit ihrem Partner, der Schweizer Versandapotheke "Zur Rose", kann sie quasi über Nacht ihre Filialen mit Medikamenten bestücken, sobald das Verkaufsverbot außerhalb von Apotheken fällt, sagt dm-Geschäftsführer Harald Bauer .

Aufrüstung ganzer Haushaltsapotheken

Der Start im Jänner ist ohne viel Wirbel erfolgt. "Wir haben Widerstand erwartet", so Bauer, letztlich hätten die Apotheker aber einsehen müssen, dass sie nichts dagegen unternehmen könnten. Ende Februar begann dm dann mit werblichen Maßnahmen und dem Versand des Vollkatalogs. Geordert werden laut Bauer kaum einzelne Medikamenten-Packungen, vielmehr würden zumeist gleich ganze Sammelbestellungen abgegeben: "Da werden die Hausapotheken richtig aufgerüstet, uns sind Bestellungen über 300, 400 Euro bekannt." Der Preis für die Arzneimittel, die allesamt in Österreich zugelassen und rezeptfrei erhältlich sind, liegt seinen Angaben zufolge um bis zu 40 Prozent unter dem Preis in der Apotheke. Geliefert werden die Produkte aus Tschechien, Call Center gibt es in Deutschland und Tschechien.

Zu Risiken, Neben- und Wechselwirkungen fragen Sie ...

Die EU habe die Marktliberalisierung bis 2012 in Aussicht gestellt, und der Manager hofft, dass dieses Datum auch hält. Sollten dann tatsächlich rezeptfreie Medikamente außerhalb der Apotheken verkauft werden dürfen, könnte dm mit dem Partner "Zur Rose" innerhalb kürzester Zeit die Filialen mit Ware versorgen. Auch die Entscheidung, welches Sortiment dann dem neuen Angebot Platz auf den Regalen machen müsste, sei schon gefallen.

Dem Argument der Interessenvertretung, dass nur in den Apotheken kompetente Beratung möglich sei, entgegnet dm mit telefonischer Beratung durch Pharmazeuten, die den Kunden auch jetzt schon im Versandhandel zur Verfügung stehen. Und auch an die Gefahr von Wechselwirkungen unterschiedlicher Arzneien habe man gedacht: Sollten in einer Bestellung Medikamente dabei sein, die bei gleichzeitiger Einnahme gefährlich werden könnten, wird laut Bauer darauf hingewiesen. Beim Verkauf in den Filialen könnte dies auch in den Kassen entsprechend programmiert werden. (APA)

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