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Wieso das iPhone Ortsdaten speichert und wie man sie findet

22. April 2011, 18:41
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    montage: standard/beigelbeck

    Das iPhone speichert Ortsdaten mit.

Apple gab bereits 2010 Auskunft, wieso und wann Ortsdaten gespeichert werden

Nachdem die zwei IT-Experten Alasdair Allen und Pete Warden vor wenigen Tagen veröffentlicht haben, dass iPhone und iPad seit knapp einem Jahr den Standort der Nutzer kontinuierlich aufzeichnen, herrscht unter Nutzern Aufregung und Verwirrung. Die Daten werden den Berichten zufolge an Apple übertragen und können von unbefugten ausgelesen werden, wenn das Gerät in falsche Hände fällt. Wie Wired berichtet, hat Apple diese Praxis zur Datenspeicherung bereits vor einem Jahr kommuniziert.

Wieso werden Ortsdaten gespeichert?

In einem Antwortschreiben an eine Anfrage von US-Kongressabgeordneten zur Speicherung von Ortsdaten, hatte Apple bereits im Juli 2010 Auskunft gegeben (der WebStandard berichtete). Das Schreiben des Konzerns steht online als PDF zur Verfügung. Die Daten würde demnach deshalb gespeichert, um Ortinformationen schneller und präziser für Apps zur Verfügung stellen zu können. Man müsse jederzeit in der Lage sein, den Standort eines Geräts genau lokalisieren zu können. Dafür betreibe Apple eine gesicherte Datenbank mit den bekannten Standorten von Handymasten und WLAN-Zugangspunkten. In früheren iOS-Versionen habe man sich dafür der Daten von Google und Skyhook Wireless bedient. Im April 2010, ab iOS 3.2, habe Apple begonnen eine eigene Datenbank aufzubauen, um selbst Location-Based-Services für iOS-Geräte bereitstellen zu können.

Wann werden Daten gespeichert?

Die Daten würden nur dann aufgezeichnet, wenn die Ortungsdienste in den Einstellungen aktiviert sind. In diesem Fall würden bei iPhone und iPad 3G sowie in etwas eingeschränkterem Umfang auch bei iPod Touch und iPad WLAN Daten über Mobilfunkmasten und WLAN-Zugangspunkte gesammelt sobald diese von einer App angefragt werden. GPS-Daten würden jedoch nur dann protokolliert, wenn man Apps verwende, die dieses Feature benötigen. Nun können Nutzer die Ortungsdienste in den Einstellungen zwar deaktivieren, einige Apps verlangen die Funktion jedoch - wenn auch nicht immer aus ersichtlichen Gründen.

Werden die Daten an Apple übertragen?

Laut Apple werden die gespeicherten Daten mit einer alle 24 Stunden zufällig generierten ID anonymisiert und alle 12 Stunden per WLAN an Apple übertragen. Steht keine sichere WLAN-Verbindung zur Verfügung, erfolge die Übertragung später. Das bedeutet, dass diese Daten weder durch Apple noch durch Drittunternehmen eingesetzt werden können, um Nutzer zu identifizieren. Die Daten würden bei Apple in einer sicheren Datenbank gespeichert, auf die nur das Unternehmen selbst zugreifen könne.

Wieso ist das problematisch?

Worauf Apple in dem Schreiben nicht einging, ist die Datei namens consolidated.db, in der diese Dateien unter iOS gespeichert werden. Problematisch ist hier vor allem, dass die Datei auch nach Übertragung an Apple noch gespeichert bleibt, nicht verschlüsselt ist und mit jedem Backup über iTunes auch am Rechner abgelegt wird. Es gebe keinen Grund, wieso diese Daten nun schon seit zehn Monaten auf den Geräten gespeichert bleiben, kritisieren Datenschützer. Zudem sei es nicht korrekt, dass die Datenbank nur für Apple zugänglich sei. Die Daten können von jedem ausgelesen werden, der Zugriff auf das iPhone oder iPad eines Nutzers habe.

Wie kann man die Daten auslesen?

So können etwa Diebe einfach herausfinden, wo ein iPhone- oder iPad-Besitzer wohnt und welche Orte er oder sie oft besucht. Wie einfach das ist, kann jeder Nutzer selbst herausfinden. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten, die Daten auszulesen. Die beiden Experten Alasdair Allen und Pete Warden haben das Programm iPhoneTracker entwickelt, das die Daten auf der Festplatte findet, auf der das Backup angefertigt wurde. Die ungefähren Standortdaten werden auf einer Karte samt Zeitstempel angezeigt. Etwas aufwändiger ist es, die exakten Standorte mit Längen- und Breitengraden sowie Zeitstempel auszulesen. Eine Anleitung dafür findet sich in Wireds How-to-Wiki. Um zu verhindern, dass sich unbefugte Personen über den Computer Zugriff auf diese Daten verschaffen, kann man in den iTunes-Optionen festlegen, dass das Backup verschlüsselt werden soll.

Hoffen auf Update

Derzeit gibt es jedoch nicht keine Möglichkeit generell zu verhindern, dass die Daten auf dem Gerät gespeichert bleiben (sofern man Standortinformationen zulassen möchte). Location-Based-Experte David Navalho meint gegenüber Wired, dass es sich dabei wohl um eine Sicherheitslücke handle, die Apple in Zukunft hoffentlich beheben werde. Das Unternehmen selbst hat sich dazu noch nicht geäußert. (red/derStandard.at, 22. April 2011)

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Posting 1 bis 25 von 267
1 2 3 4 5 6
meisterita
02
27.4.2011, 07:52

Ich stelle mir vor dass ich vor Gericht stehe und beweisen muss dass ich NICHT an den Orten war die mein I-Phone gespeichert hat. grusel

Der junge Jim Kirk
00
28.4.2011, 11:54

Du meinst wegen der verbindungsdaten deines netzanbieters?

LGL
00
28.4.2011, 09:29
Das ist wie mit Waldheim und seinem Pferd.

Das Gericht kann Dir auch nur nachweisen wo Dein Apple war, aber nicht wo Du warst.

Edward NORTON
00
26.4.2011, 20:23
"Laut Apple werden die gespeicherten Daten mit einer alle 24 Stunden zufällig generierten ID anonymisiert und alle 12 Stunden per WLAN an Apple übertragen."

Wenn die Daten tatsächlich anonymisiert wären, wäre das hier nur sehr eingeschränkt möglich:

http://derstandard.at/130329131... rn-genutzt

Man kann sich also ausmalen, wie interessiert man an einer tatsächlichen Anonymisierung ist. Und wenn die Daten alle 12 Stunden abgeglichen werden, ist es eine reine Definitionssache, ab welchen Zeitpunkt man den Anonymisierungsprozess einleitet (1/2 Jahr?), bzw. was mit 1:1 Kopien dieser Daten erfolgt.

Wer seine Privatssphäre wirklich schützen will, darf sich hier nicht im guten Glauben auf Dritte verlassen, wäre aber eine sehr bequeme, kindlich naive Einstellung.:-)

Der junge Jim Kirk
00
28.4.2011, 11:55

Die haben die daten aber aus dem iphone ausgelesen und nicht von apple bekommen.

-blos so-
00
26.4.2011, 23:27
vor allem

weil das nicht vor dem Problem schützt, was passieren kann, wenn jemand das Handy klaut, der von deinem tollen Auto beeindruckt ist und gern deine Wohnung ausräumen möchte...

helm.helm
00
26.4.2011, 13:40
android handys machen das auch.

und schicken die daten dann an google weiter.

wer genau ist jetzt der böse?

thomazz
00
26.4.2011, 13:53

bitte um nähere infos: wo finde ich die von android gespeicherten daten? wie lässt sich das deaktivieren?

Ling Ling
01
25.4.2011, 11:08
iSpy

Finde raus wo sich deine Frau mit ihrer Affäre trifft.

It's not a bug, it's a feature!

geo2810
10
23.4.2011, 18:41
wahnsinn

der iPhoneTracke funktioniert super
ich war unter anderem im Libanon und am Nordpol
LÖÖÖÖÖÖL

jo scho
 
01
25.4.2011, 08:24
Psst, nicht weitersagen

psst, nicht weitersagen, das ist ja der Clou, dass der Datenschutz dadurch erfolgt, dass der Angreifer desinformiert wird. Eine höchst intelligente Strategie, aber man darf es nicht weitersagen, sonst wird sie wirkungslos. Also psst!

Fuzzerl
01
23.4.2011, 11:12
Angesichts der Tatsache,

dass nur Einbrecher zu meinem Computer mit den Daten kommen, sind die Bashlinge hier ganz schöne Schwachköpfe.

unterwegs in Österreich
34
23.4.2011, 15:55
Schwachköpfe sind diejenigen

die glauben, dass man nur mit einem physischen Zugang zum PC an die Daten auf dem PC herankommt.

Mauser
12
23.4.2011, 21:04

Kaufst halt was ga gscheits und ka doosn

poerney
00
24.4.2011, 09:50

Merkwürdige Antwort. Was hast denn Du daheim stehen, dass Du glaubst es sei nicht hackbar?

Michl Reisinger
01
24.4.2011, 11:06
Hackbar ist wahrscheinlich alles

Für meine ressourcen braucht sich niemand zu interessieren, das heißt der aufwand lohnt nicht.

Frohe ostern mit deinem pinguin

poerney
00
26.4.2011, 08:46

Aha. Jezt arbeite ich also schon auf Linux. Das wird immer interessanter. Linux-User und Apple-Basher.
Und das als MacBook-User und iPhone-Besitzer.

Mauser
00
28.4.2011, 13:44

dann weißt du also mehr und kannst uns aufklären… achso, andere haben zugang auf unsere geräte, alle, nur du nicht, kannst uns also nichts erzählen, aber andere, bekannte von bekannten.

poerney
11
23.4.2011, 14:41

Wieso ist jemand, der meint Datenschutz könnte immer noch verbessert werden. gleich ein Bashling? Und was für ein Bashling ist man dann eigentlich?

Nebenbei bemerkt funktioniert diese Auswertung sehr mäßig. Laut dem Ding war ich ziemlich oft auf der A10 unterwegs, was ich genau noch nie war. Ich bin enttäuscht.

an kog
01
23.4.2011, 20:52

Sie nicht, aber Ihr Telefon!

Also eigentlich sollte das sehr beunruhigend sein:-)

poerney
00
24.4.2011, 09:44

Na super, meins ist wieder ein uncooles Handy. Bei anderen gab's wenigstens unerklärliche Badeurlaube im Ausland, aber meins verirrt sich grade mal auf die A10. Pfff.

an kog
00
23.4.2011, 11:25

Und die müssen erst Schwachköpfe sein! Entwickeln sogar ein Programm zur Auswertung der Daten auf die sie keinen Zugriff haben!
Das muss man sich einmal vorstellen, wie blöd da alle sein müssen!

Nicht?

http://www.spiegel.de/netzwelt/... 81,00.html

Fuzzerl
00
23.4.2011, 12:25

schön naiv? die uessianer ersticken an ihrem daten-*bestand*; und die österreicher, deutschen? sollen wissen, dass ich kein terrorist bin. und der staatsanwalt? der kommt sowieso dazu, und wo es mit recht geschieht, solls sein. und wo es nicht mit recht geschieht, geschieht entweder dieses oder etwas anderes, g’hupft wie gesprungen.
soweit das konkrete.
etwas andere ist das abstrakte, die berechtigte politische bemühung, persönliche daten möglichst persönlich halten zu können. dem kann ich durchaus etwas abgewinnen. ist aber mit facebook ohnehin ad absurdum geführt.

Frohe Ostern, ich bin „weg“ ;)!

an kog
04
23.4.2011, 13:37

1) Noch ist nicht jeder bei Facebook, auch wenn Sie sich das vielleicht gar nicht mehr vorstellen könnne.

2) Die "ich habe ja eh nichts zu verbergen und machen kann man ja eh nichts" Haltung ist nun wirklich sehr naiv.

Und auch frohe Ostern. Ist ja alles nicht so wichtig.

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