Ein Rabe will lieber ein Pinguin sein

25. April 2011, 17:08
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Die anderen lieben kleinen Rabenkinder verspotten Paul als Pinguin, weil er nicht fliegen kann

Paul hat ein Problem, seine Flügel sind nicht so gewachsen, wie bei den anderen. Der kleine Rabe kann daher nicht fliegen. Was bei Raben dumm ist.

"Paul hat schon oft versucht zu fliegen, sich minutenlang an den Rand des Nestes gestellt und mit den Flügelchen geflattert. Vergeblich, es ist, als sei er festgeklebt", schreibt Autor Matze Doebele in seinem Kinderbuch Pauls Glück. Dass er ebendieses finden wird, verdankt er einem Einfall - und einer Katze.

Die anderen lieben kleinen Rabenkinder verspotten ihn immer als Pinguin. Und, denkt er sich, "wenn es schon alle sagen, dann will ich eben ein Pinguin sein". Die Katze wird ihm dann helfen, Pinguine zu finden. 

Alle sind nett

Die Geschichte des traurigen Raben, der sein Glück sucht, ist gerichtet an Kinder ab dem 5. Lebensjahr. Doebele, der auch für die Illustrationen gesorgt hat, lässt die Leserschaft mit Paul mitleiden. Er zeigt seine Eltern, die ratlos sind. "Ich habe ihm das Fliegen doch ganz genau erklärt. Und er hat sich wirklich angestrengt", sagt seine Mutter.

Platz für Bösewichte ist in diesem Buch nicht. Alle sind sie nett: Die Katze, die Paul den Weg zeigt, die Pinguine, die ihn dann (nach einem Test) aufnehmen. Und natürlich seine Familie: Rabe Paul tritt seine Reise zwar alleine an, seine Eltern lassen ihn dabei aber nie aus den Augen, wie es sich auch gehört, wenn die eigenen Kinder ihr Glück suchen. (Peter Mayr/Der Standard/23/04/2011)

Pauls Glück
Matze Doebele
32 Seiten, € 15,40
Jacoby & Stuart Verlag, Berlin 2011

  • Die Geschichte des traurigen Raben, der sein Glück sucht, ist an Kinder ab dem 5. Lebensjahr gerichtet.
    foto: jacoby & stuart

    Die Geschichte des traurigen Raben, der sein Glück sucht, ist an Kinder ab dem 5. Lebensjahr gerichtet.

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