Analystenerwartungen noch übertroffen - Suche nach CEO geht weiter
Nach Intel hat auch der Erzrivale Advanced Micro Devices (AMD) gute Geschäftszahlen vorgelegt und damit die anhaltende Stärke des PC-Markets unterstrichen.
Zahlen
Der Gewinn für das erste Quartal habe sich zum Vorjahr auf 510 Millionen Dollar fast verdoppelt, teilte der US-Konzern am Donnerstag nach Börsenschluss mit. Damit wurden die Analystenerwartungen übertroffen. Der Umsatz stieg um zwei Prozent auf 1,6 Milliarden Dollar und erfüllte die Erwartungen. Für das zweite Quartal rechnet AMD mit einem konstanten Umsatz oder leicht sinkenden Umsatzerlösen verglichen mit dem Auftaktquartal. AMD-Aktien gaben im elektronischen Handel um 0,3 Prozent nach.
Es habe eine hohe Nachfrage nach Chips für Netbooks gegeben, teilte das Unternehmen mit. Zwar könnte AMD damit in ein Segment vorstoßen, die bislang von Intel beherrscht wird. Allerdings sind hier die Gewinnspannen kleiner als bei den Prozessoren für Laptop- oder Desktop-Computer.
Ängste
In den vergangenen Monaten hatten sich Experten besorgt gezeigt, dass die hohe Nachfrage nach mobilen Geräten wie Tablet-Computer zulasten des PC-Markets gehen könnte. Intels Quartalszahlen hatten diese Ängste schon weitgehend zerstreut. AMD hat seinerseits weniger Geschäftskunden und ist damit stärker von privaten Verbrauchern abhängig.
AMD-CFO Thomas Seifert zeigte sich unterdessen zufrieden mit dem Verlauf der Suche nach einem neuen Chef für die Chipschmiede. Es würden weiter Gespräche geführt, sagte der amtierende Chef. CEO Dirk Meyer hatte das Unternehmen im Januar nach einem Streit über die Strategie im Markt für Smartphones und Tablet-Computern verlassen. (Reuters)