Hannover überholt FC Bayern

21. April 2011, 22:42
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Niedersachsen nehmen im Kampf um Platz drei wertvolle Punkte aus Freiburg mit - Pogatetz wirkte beim 3:1-Erfolg bis zum Schlusspfiff mit

Das Überraschungsteam Hannover 96 hat seiner Erfolgsgeschichte in der laufenden Saison ein weiteres Kapitel hinzugefügt und Rekordmeister Bayern München im Fernduell um den Qualifikationsplatz zur Champions League vorerst wieder überholt. Die Niedersachsen setzten sich zum Auftakt der 31. Runde der Deutschen Bundesliga 3:1 (2:0) beim SC Freiburg durch. ÖFB-Teamkicker Emanuel Pogatetz spielte bei Hannover in der Innenverteidigung durch.

Zuschauer Löw

Unter den Augen von DFB-Trainer Joachim Löw erzielten der norwegische Nationalstürmer Mohammed Abdellaoue (24.), Jan Schlaudraff (31.) und Konstantin Rausch (58.) die Tore für den Tabellendritten, der zumindest bis Samstagnachmittag zwei Punkte vor den Münchnern liegt. Der FC Bayern tritt bei Eintracht Frankfurt an.

Internationaler Auftritt

Hannover wird nach dem siebten Auswärtssieg in dieser Saison mit großer Sicherheit in der kommenden Saison erstmals seit 19 Jahren wieder auf der internationalen Bühne spielen. Für Freiburg traf der eingewechselte Jan Rosenthal (79.).

"Wichtig war, dass wir wieder an den Bayern vorbeigezogen sind. Dadurch haben wir etwas Druck aufgebaut. Wir haben noch drei Spiele vor der Brust, die wollen wir gewinnen", sagte 96-Schlussmann Ron-Robert Zieler, während Freiburgs Trainer Robin Dutt erklärte: "Wir hatten eine schlechte Passqualität. Hannover hatte eine gute Kontertaktik und war eiskalt im Abschluss."

Überlegene Gastgeber

Die 24.000 Zuschauer im ausverkauften Freiburger Stadion sahen in den ersten Minuten überlegene Gastgeber. Die Freiburger, die ohne Torwart Simon Pouplin, Oliver Barth, Felix Bastians, Yacine Abdessadki, Johannes Flum sowie Tommy Bechmann auskommen mussten, setzten Hannover früh unter Druck und drängten die Gäste in die Defensive. Nennenswerte Torchancen konnten sich die Breisgauer zunächst aber nicht erarbeiten.

Die Niedersachsen, bei denen Torjäger Didier Ya Konan und Mittelfeldspieler Sergio Pinto (beide gesperrt) fehlten, agierten zunächst abwartend. Die Gäste brachten in der Offensive zunächst so gut wie nichts zustande.

Dominante Gäste

Dennoch wäre Hannover mit dem ersten gefährlichen Vorstoß fast in Führung gegangen. Nach guter Vorarbeit von Lars Stindl scheiterte Abdellaoue aus kurzer Distanz am stark reagierenden Freiburger Torwart Oliver Baumann (14.). Sieben Minuten später verfehlte Konstantin Rausch mit einem Direktschuss nur knapp das Freiburger Tor. Ab diesem Zeitpunkt dominierte Hannover das Spiel.

In der 24. Minute machte es Abdellaoue besser als zehn Minuten zuvor. Der Stürmer erzielte nach der starken Vorbereitung von Schlaudraff sein zehntes Saisontor. Kurz darauf sorgte Julian Schuster auf der Gegenseite mit einem Freistoß für ein wenig Gefahr (27.). Wesentlich gefährlicher blieben aber die Gäste bei ihren Kontern. Nach einem öffnenden Pass von Altin Lala traf Schlaudraff zum vierten Mal in dieser Saison. Die beste Chance der Freiburger im ersten Abschnitt vergab Anton Putsila. Der Weißrusse scheiterte nach gutem Zuspiel von Cedrick Makiadi in der 41. Minute an Zieler.

Nach dem Seitenwechsel konnten sich die Freiburger zunächst nicht steigern. Die Defensive der Gäste hatte das Geschehen weitgehend im Griff. Nach einem Fehler des Freiburger Innenverteidigers Ömer Toprak, der bereits in den zurückliegenden Spielen gepatzt hatte, sorgte Rausch nach Vorarbeit von Manuel Schmiedebach per Kopf mit seinem vierten Saisontor für die Vorentscheidung. Auf der anderen Seite scheiterte Rosenthal in der 70. Minute zunächst an Zieler, ehe ihm knapp zehn Minuten später der Freiburger Ehrentreffer gelang. (sid)

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    Mirko Slomka und seine 96er prolongieren die Hannoveraner Erfolgsgeschichte.

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