Nach Angelobung

Viele Wünsche an den neuen Wissenschaftsminister

21. April 2011, 16:09
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    foto: apa/schlager

    Angelobung beim Bundespräsidenten.

Töchterle hat Amt am Wiener Minoritenplatz übernommen

Wien - An einen nach eigenem Bekunden "zähen Burschen" hat Beatrix Karl (ÖVP) Donnerstagmittag ihr Amt an der Spitze des Wissenschaftsministeriums übergeben. Der neue Ressortchef Karlheinz Töchterle spielte auf seine Zähigkeit beim Sport an, diese sei aber auch für sein neues Amt notwendig, wie er vor Journalisten und Beatmen des Hauses betonte. Sein neuer Posten sei ein "Wagnis", so Töchterle bei der Schlüsselübergabe, zu der auch seine Familie nach Wien gekommen war.

"Glattes Wiener Pakett"

Karl überreichte Töchterle "für das glatte Wiener Parkett" Sportschuhe und einen "Wanderpokal": Jene Landkarte über die österreichische Hochschullandschaft, die sie bei ihrem Amtsantritt Anfang 2010 selbst von ihrem Amtsvorgänger Johannes Hahn bekommen hatte. Für Töchterle zeigt diese Karte die Vielfalt des Hochschulsystems, die eine der Stärken Österreichs sei. Seine Aufgabe sieht er darin, "die Landschaft vielfältig zu erhalten und synergetisch zu gestalten".

An Töchterle wurden an seinem ersten Arbeitstag zahlreiche Wünsch herangetragen. "Die uniko setzt in den neuen Wissenschaftsminister Töchterle große Hoffnungen. Als langjähriger Kollege und als genauer Kenner der Universitätslandschaft weiß er über die finanziellen Probleme und die schwierigen Rahmenbedingungen der Universitäten im neuen Kabinett am besten Bescheid", erklärte uniko-Präsident Hans Sünkel in einer Aussendung.

Die ÖVP-Wissenschaftsministerin Katharina Cortolezis-Schlager meinte: "Auf ihn warten viele spannende Aufgaben, wie etwa der Hochschulplan oder die Studienplatzfinanzierung."

"Keine Garantie für Verbesserungen"

Positiv reagierten auch die Grünen: "Töchterle ist ein ausgewiesener Experte im Uni-Bereich", sagte Eva Glawischnig. "Aber seine Bestellung ist noch keine Garantie für Verbesserungen im Hochschulbildungsbereich. Der neue Minister muss mit entsprechenden finanziellen Ressourcen ausgestattet werden, um Dinge zum Besseren zu wenden. Dabei werden wir ihn künftig gerne unterstützen."

Der Wiener Stadtrat für Wissenschaft, Andreas Mailath-Pokorny, erwartet sich vom neuen Wissenschaftsminister ein klares Problembewusstsein in Sachen Universitäten: "Zuallererst sind die Fragen der Finanzierung und des Zugangs zu den Universitäten zu lösen, damit die universitäre Bildung rasch aus ihrer jetzigen Krise geholt werden kann. Dafür bedarf es einer deutlichen Kursänderung in der Wissenschafts- und Universitätspolitik des Bundes", betonte Mailath-Pokorny. "Lösungen dürfen aber nicht auf den Schultern der betroffenen StudentInnen und ihrer Eltern ausgetragen werden. Was wir brauchen, ist eine ausreichende, sozial ausgewogene Universitätsfinanzierung, die die Interessen der Studentinnen ebenso berücksichtigt wie die der Lehrenden." 

Außeruniversitäre Forschungseinrichgtungen stärken

Als eine erste Maßnahme erwartet Mailath-Pokorny vom neuen Wissenschaftsminister zudem die sofortige Rücknahme der Streichung der Basisfinanzierung für die außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie für wissenschaftliche Publikationen durch den Bund. (red, APA, derStandard.at, 21.4.2011)

Fritz Meyer
30
22.4.2011, 09:52
Der Mann will Studiengebühren.

Thema erledigt.

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14
22.4.2011, 21:39
stimmt!

besser jeden frisch inskribierten vollpfosten bedarfsblind durchfüttern. auch wenn er/sie im jahr 2ects leistet und eigentlich gar nicht geeignet wär,...

studiengebühren passen schon - es braucht nur ein sozial gerechtes stipendiensystem. zugangasbeschränkungen (in form von aufnahmeprüfungen) wären auch nicht so schlimm. so wissen die frisch-studiosi auch, ob sie wirklich das richtige fach gewählt haben bzw. überhaupt studieren gehen wollen. wenn jemand nicht mal 2 monate für die zulassung lernen kann/will, ist er/sie in einem studium eh fehl am platz.

ich weiss - freie bildung für alle! ob man sich das ewig leisten kann, ist eine andere frage.

Quasselmodo
10
26.4.2011, 11:08
Yeah Yeah Yeah

Wir pfeifen für die Zukunft auf potentielle Querdenker, dafür konkurrieren wir mit Vietnam in Sachen Billigstdorfer-Beschäftigung.
Super Strategie!

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00
26.4.2011, 11:24
keine ahnung, wo sie das raus gelesen haben,...

a) potentielle querdenken werden per se nicht durch akademische grade identifiziert,...
b) geht es hier in keinster weise um lohn-dumping als resultat leistungs-/eignungsorientierter zulassung zu hochschulstudien,...

was war der sinn ihres postings? verdienen sie sich als kowi hier 2 ects für sozialkritisches medien trollen?

Bildung rein, ÖVP raus!
51
21.4.2011, 19:54
Bei Einführung Aufstand

Sollte es nach der Streichung der Familienbeihilfe ab 24, der Kürzung der Förderung für Studierendenheime etc. nun auch noch zur Wiedereinführung von allgemeinen Studiengebühren kommen, wird es Zeit für Pflastersteine.

Chris Lance
00
21.4.2011, 19:35

"Lösungen dürfen aber nicht auf den Schultern der betroffenen StudentInnen und ihrer Eltern ausgetragen werden. Was wir brauchen, ist eine ausreichende, sozial ausgewogene Universitätsfinanzierung, die die Interessen der Studentinnen ebenso berücksichtigt wie die der Lehrenden."
... gut wie wird die aussehen... ähm... aja hatten wir schon studiengebühren? die machen wir wieder! und dass wir das "soziale" eingebaut haben, machen wir es so dass wir regeln aufstellen wo 99% der studenten reinfallen und gebühren zahlen müssen. frag mich nur wohin das geld geht, das bei der familienbeihilfe eingespart wird?! sie können studiengebühren machen wenn die familienbehilfenregelung zurückgenommen wird! denke die studenten + eltern ließen genug federn!

smea_gol
22
21.4.2011, 16:30

das Mailath-Pokorny wäre in meinen Augen der bessere Wissenschaftsminister...
aber der kommt auch von der besseren Fraktion.

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