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Mit Dekorationsbüchern ist es immer so eine Sache: Nur ein schmaler Grat trennt originelle Gestaltungsideen von jenen, die es nicht sind. Geschmackssache, könnte man sagen. Mag sein - zumindest bis zu einem gewissen Grad. Beim Durchblättern diverser Wohn- und Dekorationsbüchern fällt allerdings eines auf: Die meisten sind auf eine Minderheit zugeschnitten, die den häuslichen Werten große Bedeutung beimisst. Denn seien wir ehrlich: Wer versieht heutzutage Kopfpölster mit Blumen und Vogelapplikationen, wer hat Zeit oder nähtechnisch die Fähigkeiten, einen Kinderrock herzustellen oder versieht Bettwäsche mit Stickereien und Bordüren? Manch originelle Wohnidee liest sich wie die Anleitung aus einem Handarbeitsbuch aus den 1960ern.
Das neu im Callwey erschienene Buch "LieblingsDeko" der Textildesignerin, Fotografin und Stylistin Sania Pell ist eine Mischung aus großartigen Gestaltungsideen und Werken, wie sie damals im Handarbeits-Unterricht gefertigt wurden. Auffallend erfrischend fallen Möbel auf, die mit einem neuen Anstrich oder Tapetenresten zu neuen Ehren kommen. Die Neugestaltung von Tisch- und Stehlampen sorgt ebenso für Lichtblicke, wie die Anleitung für einfache Deko-Objekte - etwa die mit Dispersionsfarbe besprühten oder mit Origamipapier verzierten Flaschen, die als Blumenvasen Verwendung finden.
Bezüge für Kleiderbügeln, die Herstellung von Wimpelgirlanden oder von Katzen und Hunden aus Socken sind eindeutig der Rubrik "Geschmackssache" zuzuordnen. (urs, derStandard.at, 26.04.2011)
LieblingsDeko
Schöner wohnen mit kreativen Ideen
von Sania Pell
192 Seiten, 200 Abbildungen
und 35 Illustrationen
22 Euro
ISBN 978-3-7667-1874-7
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... geht an der sache vorbei: wenn ich mir ein buch mit deko-ideen kaufe, dann eben weil ich die zeit und auch die handwerklichen fähigkeiten haben, solche dekos selbst zu realisieren.
wer weder zeit hat, noch nähen, tischlern und basteln kann, ist nicht die zielgruppe für solche bücher -
Ich glaub nicht, dass diese Bücher (oder Zeitschriften) nur von Menschen gekauft werden, die wirklich selber basteln und nähen etc. Das wär sonst kein großes Geschäft.
Es sind eher Leute, die das gerne könnten oder gern die Zeit dazu hätten. Aber es reicht halt nur dafür, die Zeitschriften und Bücher durchzublättern.
Ist wie mit den Auto- und Yachtzeitungen und ähnlichem. Man träumt beim lesen vom "Wenn ich im Lotto gewinne".......
Kochsendungen sind meiner Meinung nach falsch aufgezogen. Es wäre doch viel besser, wenn man gleich "online" mitkochen könnte. Dazu müsste man aber im Vorhinein ein Menü und eine Einkaufsliste haben. So ist es für mich jedes Mal zwar interessant zu sehen, was man aus XYZ machen kann, bis zum nächsten Einkauf habe ich aber leider alles wieder vergessen.
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