Morgan Stanley mit Gewinneinbruch

21. April 2011, 14:10
posten

Die goldenen Zeiten für die US-Investmentbanken scheinen erst einmal vorüber

New York - Nach Goldman Sachs hat auch Morgan Stanley im ersten Quartal einen Gewinneinbruch verkraften müssen. Das Ergebnis fiel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um die Hälfte auf unterm Strich 736 Mio. Dollar (507 Mio. Euro), wie Morgan Stanley am Donnerstag in New York mitteilte.

Vor einem Jahr herrschte allerdings Ausnahmezustand: Das Investmentbanking warf so kurz nach der Finanzkrise gigantische Gewinne ab, angeheizt vom billigen Geld der Notenbanken. Nun hat sich die Lage in der gesamten Branche etwas normalisiert. Erschwerend kam bei Morgan Stanley ein Verlust bei einem Gemeinschaftsunternehmen mit der japanischen Großbank Mitsubishi UFJ hinzu.

Die Börsianer waren dennoch angetan von den Zahlen; sie hatten mit einem noch stärkeren Rückgang gerechnet. Vorbörslich stieg der Kurs um 3 Prozent. Verglichen mit dem miserabel gelaufenen Geschäft am Ende des vergangenen Jahres steht Morgan Stanley in der Tat wieder deutlich besser da. Der Aktienhandel lief nach Bankangaben so gut wie seit dem Krisenjahr 2008 nicht mehr.

Im ersten Quartal war es unter den US-Großbanken nur JP Morgan Chase und Wells Fargo gelungen, mehr Geld als vor einem Jahr zu verdienen. Beide besitzen ein sehr gut laufendes Privatkunden-Geschäft. Reinen Investmentbanken wie Morgan Stanley und Goldman Sachs fehlt dieser Ausgleich. (APA)

Share if you care.