Kärntner Heimatdienst begrüßt Ortstafel-Kompromissvorschlag

21. April 2011, 13:36
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Obmann Feldner: "Weiterer Aufschub wäre unerträglich" - Rat-Präsident Inzko für finale Verhandlungen am kommenden Dienstag zuversichtlich

Klagenfurt - Am Dienstag nach Ostern soll in einer letzten Verhandlungsrunde die Frage der zweisprachigen Ortstafeln in Kärnten endgültig gelöst werden. Der Kärntner Heimatdienst (KHD) unter Obmann Josef Feldner sitzt zwar nicht am Verhandlungstisch, begrüßte aber am Donnerstag bei einer Pressekonferenz ausdrücklich den vorliegenden Kompromiss. Inzwischen hat auch Valentin Inzko, Obmann des Rates der Kärntner Slowenen, der sich zuletzt sehr skeptisch gezeigt hatte, laut Medienberichten seine Zustimmung zu einer Lösung in Aussicht gestellt.

"Ein weiterer Aufschub der Lösung der Frage wäre unerträglich", erklärte Feldner. Nach der zu erwartenden Einigung sei jedoch noch "viel Arbeit zur Vertrauensbildung" in Kärnten nötig. Der KHD steht einer von der FPK geforderten Volksbefragung über einen Lösungsvorschlag "skeptisch" gegenüber. "Die Bevölkerung soll bei Bürgerversammlungen über Umfang und Auswirkungen aufgeklärt werden", lautete der Gegenvorschlag Feldners. Eine Volksbefragung berge die Gefahr, "dass eine Art Wahlkampf geführt wird".

Indes geht es bei der Feinabstimmung der Verhandlungen in die Zielgerade. Die Slowenenvertreter Inzko, Marjan Sturm (Zentralverband) und Bernard Sadovnik (Gemeinschaft) haben einen gemeinsamen Vorschlag ausgearbeitet und an ihre Verhandlungspartner, Staatssekretär Josef Ostermayer (S) und Landeshauptmann Dörfler übermittelt. Über den Inhalt wurde - "um die Verhandlungen nicht zu gefährden" - Stillschweigen vereinbart. Inzko zeigte sich allerdings zuversichtlich, "dass wir am Dienstag die Friedenspfeife rauchen". Die endgültige Anzahl von zweisprachigen Ortstafeln sieht der Rat-Obmann bei etwa 165, zwischenzeitlich hatte er bis zu zehn Tafeln mehr gefordert. (APA)

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