Höbarth verteidigt sich gegen RH-Kritik

21. April 2011, 13:11
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"Befinden uns mit Abwicklungskosten im Maß" - Ursprüngliches CO2-Ziel "etwas zu ambitioniert"

Wien - Ingmar Höbarth, Geschäftsführer des 2007 gegründeten Klima- und Energiefonds, hat sich am Donnerstag gegen die Kritik des Rechnungshofes (RH) verteidigt, der Fonds würde ineffizient arbeiten. "Eigentlich stellt uns der Rechnungshof ein positives Zeugnis aus. Mit den Abwicklungskosten von 3,5 Prozent der Fördersumme liegen wir mit vergleichbaren Förderstellen absolut im Maß", sagte er im Ö1-"Morgenjournal". Ursprünglich waren die Abwicklungskosten mit zwei Prozent projektiert worden.

Zum Vorwurf, die Vergabe der Fördergelder dauere zu lange, sagte er: "Bei der Vergabeschnelligkeit der Gelder konnten wir seit dem Anfang des Fonds eine enorme Verbesserung erreichen. Wir mussten ja den Fonds von Grund auf aufbauen." Aktuell befinde man sich, angeregt durch die Kritik, in Diskussion mit den externen Abwicklungsstellen (austria wirtschaftsservice, Kommunalkredit, Forschungsförderungsgesellschaft und Schieneninfrastruktur-Dienstleistungsgesellschaft). Verbesserungen sollten schon dieses Jahr spürbar werden.

Das ursprüngliche Ziel, bis zum Jahr 2010 zehn Millionen Tonnen CO2 einzusparen, hätte sich als "etwas zu ambitioniert" erwiesen. Mittlerweile konzentriere man sich auf langfristige und nachhaltige Strategien. "Dass nachhaltige Strategien nicht von heute auf morgen aufzubauen sind, ist klar." Der Rechnungshof hatte in seinem jüngsten Bericht kritisiert, das CO2-Ziel des Fonds sei bis zum angepeilten Zeitpunkt kaum noch erreichbar.(APA)

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