"Rainbow Warrior" auf dem Weg zum AKW Fukushima

21. April 2011, 11:35
10 Postings

Greenpeace will Messungen des Meerwassers vornehmen

Tokio - Die "Rainbow Warrior", das Flaggschiff der Umweltorganisation Greenpeace, hat sich auf den Weg nach Japan gemacht, um rings um das Atomkraftwerk Fukushima eigene Messungen der Qualität des Meerwassers vorzunehmen. Die "Rainbow Warrior" habe Taiwan verlassen und werde in rund einer Woche an der Nordostküste Japans eintreffen, erklärte Greenpeace am Donnerstag.

Das Meer sei für Japan und die Ernährung der Bevölkerung äußerst wichtig, erklärte Junichi Sato, Leiter von Greenpeace Japan. Da hohe Mengen radioaktiv verseuchten Wassers in den Ozean gelaufen seien, seien "unabhängige Tests" der Wasserqualität entscheidend.

Regierung informiert

Die japanische Regierung sei über die Mission der "Rainbow Warrior" informiert, erklärte Greenpeace weiter. Ziel der Untersuchung sei es, Flora und Fauna in der Umgebung um das havarierte Kraftwerk zu untersuchen, um das "Ausmaß der Verseuchung und mögliche Folgen für die Gesundheit und den Nahrungsmittelsektor" zu prüfen. In Folge der Atomunfälle in Fukushima waren wegen eines Risses in einem Reaktor Anfang April hunderte Tonnen hoch radioaktiv verseuchten Wassers ins Meer gelaufen. Der AKW-Betreiber Tepco hatte danach zudem tausende Tonnen schwach radioaktiven Wassers in den Ozean geleitet. (APA)

Share if you care.