ÖVP-Frauen Chefin will 50 Prozent Frauen auf allen Wahllisten

21. April 2011, 11:12
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Um einem Frauenschwund in der ÖVP entgegenzutreten, will Dorothea Schittenhelm künftig ein Reißverschlussprinzip

Es sei zwar gut, dass gleich drei Frauen gewichtige Ministerien übernehmen, dennoch zeigte sich ÖVP-Frauen Vorsitzende Dorothea Schittenhelm im Ö1 Morgenjournal unzufrieden mit dem neuen ÖVP-Regierungsteam. Grund dafür ist die Abschaffung des Familienstaatssekretariats und auch die nunmehr kleinere Anzahl von Frauen im ÖVP-Regierungsteam. Schittenhelm erhoffte sich von Spindeleggers Neuaufstellung zumindest 50 Prozent Frauen im Team.

Von vier auf drei

Stattdessen ist der Gruppe von Frauen von vier auf drei geschrumpft. Bisher waren Maria Fekter, Beatrix Karl, Verena Remler und Claudia Bandion-Ortner im ÖVP-Team vertreten. Claudia Bandion-Ortner wird im Justizministerium von Karl ersetzt. Karls Posten wird wiederum von dem Rektor der Innsbrucker Universität, Karlheinz Töchterle, abgeslöst. Fekter wird im Innenministerium eine Frau folgen, Johanna Mikl-Leitner heißt die neue Innenministerin. Verena Remlers scheidet aufgrund der Auflösung des Familienstaatssekretariats ganz aus dem ÖVP-Regierungsteam.

50 Prozent plus Reißverschluss

Um künftig die Frauen-Beteiligung in der ÖVP weiterhin nicht schwinden zu lassen, fordert Schittenhelm von Spindelegger, dass die KandidatInnenlisten der ÖVP für Bundes- und Landeswahlen künftig zu 50 Prozent mit Frauen besetzt sind. Ein Reißverschlussprinzip soll verhindern, dass Frauen auf die hinteren Plätz verbannt werden. "Bis es funktioniert" soll künftig so vorgegangen werden, so Schittenhelm. Bei den Nationalratswahlen 2013 würde für sie dann die "Stunde der Wahrheit kommen". (red)

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    Dorothea Schittenhelm: KandidatInnenlisten der ÖVP für Bundes- und Landeswahlen müssen zu 50 Prozent mit Frauen besetzt sein.

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