Anti-Gbagbo-Truppen gehen aufeinander los

21. April 2011, 07:49
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Hauptquartier von Warlord angegriffen

Zwei Wochen nach der Verhaftung des Ex-Präsidenten Laurent Gbagbo durch französische Spezialkräfte in der ivorischen Metropole Abidjan gehen nun Truppen des international anerkannten neuen Staatschefs Alassane Outtara aufeinander los.

Wie Ohrenzeugen in dem Arbeitervorort Abobo berichten, habe in den Mittagsstunden des Mittwoch Maschinengewehrfeuer die Nachbarschaft in Atem gehalten. Dem Vernehmen nach galten die Schüssen aus Regierungskanonen dem Hauptquartier von Ibrahim Coulibaly, einem Warlord, der in der Vergangenheit zwei Mal erfolglos gegen die ivorische Regierung geputscht hatte. Während der jüngsten Kämpfe gegen die Truppen Gbagbos verdanke Outtara seinen Sieg maßgeblich der Unterstützung durch Coulibaly, so Experten.


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Ein Sprecher Coulibalys sagte der Nachrichtenagentur Associated Press (AP), seine Leute hätten die Outtara-Truppen zurückgeschlagen. Erst vor wenigen Tagen hatte Ibrahim Coulibaly in einem Interview seine Loyalität zu Präsident Outtara erklärt. (red, derStandard.at, 21.4.2011)

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    Schuhe der Rekruten der Republican Forces of Ivory Coast (FRCI). Auch nachdem der abgewählte Präsident Gbagbo verhaftet wurde, kommt das Land nicht zur Ruhe.

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