Langer "slashing europe"-Abend am Donnerstag im Filmcasino

20. April 2011, 22:36
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Publikumslieblinge der Linzer "Nachtsicht"-Reihe nun auch in Wien zu sehen

Wie in den abgelaufenen Jahren wäre es bedauerlich, wenn zahlreiche herausragende Programm-Punkte des Linzer "Crossing Europe"-Filmfestivals keine weiteren Österreich-Screenings mehr erhalten.

Einige diesjährige Produktionen vom Balkan könnten etwa leicht weitere übervolle Vorführungen erleben: etwa "Mavro Livadi" ("Black Field"), wie "Dogtooth" oder "Attenberg"  eine  bemerkenswerte griechische Produktion zum Thema des erotischen Erwachens;  oder die serbischen Dramen "Beli beli svet" ("White White World") und "Tilva Roš", beide angesiedelt in der Kupfer-Minenstadt Bor, deren bizarre Mondlandschaften etwa auch am Donnerstag, 21.4., 19:00 im Filmmuseum in Dušan Makavejevs "Čovek nije tica" ("Der Mensch ist kein Vogel") aus dem Jahr 1965 zu sehen sind.

Ein paar hundert Meter weiter erleben parallel dazu weitere Top-Publikumslieblinge aus Linz ab 18:30 Uhr ihre Wien-Premiere. Aus der dortigen, sich rauen bzw. kuriosen europäischen Genre-Filmen widmenden "Nachtsicht"-Reihe entwickelte sich bekanntlich das Wiener "/slash Fimfestival", und in einer Kooperation mit "Crossing Europe" kommen nun erstmals "Nachtsicht"-Highlights im Paket.

Der Abend wird eröffnet mit der schwarzhumorigen historischen Schauerkomödie "Burke and Hare"  über Serienkiller im London des frühen 19. Jahrhunderts, eine neue  britische Produktion mit Simon Pegg, Tim Curry und Christopher Lee, inszeniert vom US-Pop-Regisseur John Landis ("An American Werewolf in London").

Um 20:30 folgt dann Hochkomisches in Form von André Øvredals norwegischer Schmäh-Doku "Trolljegeren" ("The Troll Hunter"), um 22:30 folgt eine clevere französische Variante des Genre-Standards "Junger Stadtmensch gerät in einen Hinterhalt wahnsinniger Hinterwäldler": Franck Richards Cannes-notorischer "La Meute" ("The Pack") wartet dabei mit einem Star-Cast auf, unter anderem mit Sänger Benjamin Biolay als hintergründigem Country-Schlurf und Émilie Dequenne als urbaner Rock-Göre. 

Knapp nach Mitternacht hat das zusätzlich in das Programm genommene historische Exploitation-Doku-Spektakel "Libido Mania - Alle Abarten dieser Welt" (Regie: Bruno Mattei; Italien 1979) darüber hinwegzutrösten, dass ein absolutes Linz-Highlight aus Rechtegründen nicht mitreisen durfte:  Vincent Lannoos im Gewand einer Reportage daherkommende belgische Sozialsatire "Vampires" über kleinbürgerliche Blutsauger wird wohl individueller Heimkino-Genuss bleiben müssen. (red)

Kartenvorverkauf beim Filmcasino

  • Ein traumatisierter "Trolljäger" packt aus - zum Gaudium des Publikums: Karten zeitgerecht sichern, Mundpropaganda wirkte bereits!
    foto: crossingeurope

    Ein traumatisierter "Trolljäger" packt aus - zum Gaudium des Publikums: Karten zeitgerecht sichern, Mundpropaganda wirkte bereits!

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