Erbprinz schlägt Rückkehr zur Monarchie vor

20. April 2011, 17:15
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Mohammed al-Senussi will "alles" für Errichtung einer Demokratie in seinem Heimatland tun

Brüssel - Der libysche Erbprinz Mohammed al-Senussi will "alles" für die Errichtung einer Demokratie in seinem Heimatland tun und schlägt dafür eine zumindest vorübergehende Rückkehr zur Monarchie vor. "Meine Rolle ist klar", sagte der 48-Jährige am Mittwoch vor dem Europaparlament in Brüssel. Er werde "alles mir mögliche tun", um in Libyen einen demokratischen Staat zu errichten mit einem frei und fair gewählten Parlament. Seine Beziehungen zu dem Übergangsrat in der Rebellenhochburg Benghazi (Bengasi) bezeichnete Senussi als "gut". Er unterstütze aber jede Gruppe, die sich für "die Interessen des Volkes einsetzt".

Als Grundlage eines "neuen Libyens" könne etwa in modernisierter Form die Verfassung von 1951 dienen, auch wenn diese seit mehr als vier Jahrzehnten nicht mehr in Kraft sei, schlug Senussi vor. Die Verfassung schrieb eine konstitutionelle Monarchie in dem nordafrikanischen Land fest und bestimmte Senussis Großonkel Mohammed Idris al-Mahdi al-Senussi zum König.

Es sei jedoch am libyschen Volk zu entscheiden, "ob es den Weg hin zu einer konstitutionellen Monarchie oder zu einer Republik einschlagen will", sagte der seit 1988 in Großbritannien lebende Senussi vor den europäischen Abgeordneten in Brüssel. Sein Großonkel war ein pro-britischer Monarch und wurde 1969 in einem Staatsstreich von dem jetzigen Machthaber Muammar al-Gaddafi gestürzt. (APA)

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    Mohammed al-Senussi, Erbprinz

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