Wissenschaftsrat und Außeruniversitäre wollen mehr Geld

20. April 2011, 16:52
posten

Sonst drohen Stillstand oder Rückschritt - Außeruniversitäre Forschungseinrichtungen wollen Leistungsvereinbarungen - Graf empfiehlt Töchterle FP-Programm

Wien - Sollten die Universitäten nicht die von der Universitätenkonferenz (uniko) geforderten, zusätzlichen 300 Mio. Euro pro Jahr ab 2013 erhalten, ist aus Sicht des Wissenschaftsrats deren positive Entwicklung seit der Reform des Uni-Gesetzes von 2002 gefährdet. "Statt den erfolgreichen Weg weiterzugehen, droht Stillstand und noch mehr: Rückschritt", warnte das Beratungsgremium am Mittwoch in einer Aussendung.

Die Wissenschaftskonferenz, die Interessensvertretung der außeruniversitären Forschungseinrichtungen, hat den neuen Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle (ÖVP) unterdessen aufgefordert, für ihren Bereich allein für das kommende Jahr 50 bis 80 Mio. zusätzlicher Mittel zur Verfügung zu stellen. Nach der Streichung der Basisfinanzierung durch seine Vorgängerin Beatrix Karl (V) brauche es zusätzlich eine neue Form der "gut planbaren Finanzierung", die Wissenschaftskonferenz kann sich dabei Leistungsvereinbarungen vorstellen.

FP-Wissenschaftssprecher Martin Graf empfiehlt Töchterle indes auf den freiheitlichen Zwölf-Punkte-Plan zurückzugreifen. Er unterstütze zwar die Forderung von Rektoren und Österreichischer HochschülerInnenschaft (ÖH) nach besserer Finanzierung der Unis und tritt für eine Universitätsmilliarde bis 2015 ein. Zusätzlich müsse aber das Bologna-Prinzip evaluiert, die Verschulung der Unis zurückgefahren, und zusätzliche Lehrstellen und Studienplätze geschaffen werden. Bei der Studienplatzfinanzierung verlangt Graf, dass Töchterle "seine Ex-Kollegen in der Rektorenschaft in die Pflicht nehmen" müsse. "Es kann nicht sein, dass Universitäten an Kostenrechnung scheitern, die manche von ihnen sogar unterrichten."(APA)

Share if you care.