Gesetz zur Abschaffung von Studiengebühren vorgeschlagen

20. April 2011, 15:53
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Kommerzialisierung der Hochschulen soll verhindert und Autonomie gestärkt werden

 

Zagreb - Das kroatische Ministerium für Wissenschaft, Bildung und Sport will die Studiengebühren zur Gänze abschaffen und hat eine entsprechende Gesetzesänderung vorgeschlagen. Auch die Einschreibgebühren sollen wegfallen. Für Studenten, die ihr Studium nicht in Mindeststudienzeit schaffen, werden Gebühren eingeführt. Damit soll "willkürlichen" Zahlungen, wie sie an einzelnen Fakultäten der Fall sind, Einhalt geboten werden, berichtete die Nachrichtenagentur Hina.

Auch soll die Zusammenarbeit zwischen Forschungseinrichtungen und Universitäten mit dem neuen Gesetz gestärkt werden. Laut dem Ministerium wird die Autonomie der Universitäten und Hochschulen mit dem neuen Gesetz gestärkt. Die Unis sollen künftig autonom über ihr Budget und die Besetzung des Lehrpersonals entscheiden. Mit dem neuen Gesetz würden die Unis entpolitisiert, und auch die Kommerzialisierung des Hochschulsektors werde verhindert, so das Ministerium in seiner Aussendung.

Den Vorschlägen ging eine öffentliche Diskussion voran, im Zuge derer Arbeitsgruppen, in denen Vertreter von Schulen und Unis vertreten waren, gebildet worden waren. Die öffentliche Diskussion soll fortgesetzt werden. Die Studiengebühren in Kroatien betragen zwischen 550 und 1.250 Euro pro Studienjahr. Der durchschnittliche Monatslohn liegt knapp über 700 Euro. (APA)

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