TU-Rektorat kündigt drastische Sparmaßnahmen an

20. April 2011, 15:28
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In einem Brief werden die Studierenden der TU-Wien auf eine Kürzung der Leistungen vorbereitet

In einem Brief an den Studierenden machen der alte Rektor der Technische Universität (TU) Wien, Peter Skalicky, und seine Nachfolgerin Sabine Seidler auf die prekäre finanzielle Situation ihrer Universität aufmerksam. Die Zahl der Studierenden sei seit 2003 um sechzig Prozent gestiegen und das Betreuungsverhältnis habe sich "sukzessive verschlechtert". Trotzdem würde die Ankündigung des Ministeriums, von 2013 bis 2015 das Budget nicht zu erhöhen, eine de facto Kürzung um zehn Prozent bedeuten.

"Struktureller Eingriff"

Die Studierenden müssen sich dem Brief nach darauf gefasst machen, dass "einzelne Dienstleister ihr Leistungen zurückfahren werden", auch der Abbau von Personal sei nicht auszuschließen. "Bitte schenken Sie diesen Ausführungen die notwendige Aufmerksamkeit! Wir stehen nicht wieder vor ein oder zwei mageren Jahren, sondern vor einem strukturellen Eingriff in die Entwicklung der TU Wien", schreiben der alte Rektor und die neue Rektorin drastisch. Ein Unterfinanzierung würde ein "gezieltes Schrumpfen der Organisation" nach sich ziehen.

"Außer Diskussion" steht der Ausbau des Laborstandortes "Science Center" am Arsenal, die zweite Ausbaustufe des "Vienna Scientific Cluster" (VSC) und die Erneuerung des Reinraums. Das Rektorat kündigte an, "reale und virtuelle Foren" für die Diskussion rund um den Sparkurs einzurichten. (red, derStandard.at, 204.2011)

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