Mütter können Bluthochdruck an ihre Kinder vererben

20. April 2011, 14:07

Mutation im Genom der Mitochondrien als Ursache identifiziert

Wien - Mütter können Bluthochdruck an ihre Kinder vererben. Das zeigt eine nun in der Wissenschaftszeitschrift "Circulation Research" veröffentlichte Studie, an der Wissenschafter vom Zentrum für Anatomie und Zellbiologie der Medizinischen Universität Wien (MUW) beteiligt waren. Als Ursache haben die Forscher eine Mutation im Genom der Kraftwerke der Zellen, den Mitochondrien, identifiziert, teilte die MUW am Mittwoch in einer Aussendung mit.

Die an der Studie beteiligten Wissenschafter aus den USA, China und Österreich untersuchten fünf Generationen einer chinesischen Großfamilie, in der Bluthochdruck sehr häufig vorkam. Dabei zeigte sich, dass über 50 Prozent der Familienangehörigen aus der mütterlichen Verwandtschaftslinie unter Bluthochdruck litten, jedoch keiner der väterlichen Nachkommen.

Die genetische Untersuchung der Patienten enthüllte eine Mutation im Genom der Mitochondrien. Diese Erbinformation wird im Gegensatz zum chromosomalen Erbgut ausschließlich von der Mutter an die Nachkommen vererbt. Durch diese Mutation kann die Energieversorgung in den betroffenen Zellen gestört werden und über einen bisher noch unerforschten Mechanismus zu Bluthochdruck führen.

Mutationen der mitochondrialen DNA können zu vielen verschiedenen Erkrankungen führen. Muskulatur und Nervensystem sind dabei besonders häufig beeinträchtigt, aber auch nahezu jedes andere Organsystem kann betroffen sein. "Eine mitochondriale Mutation als Ursache von Bluthochdruck ist wahrscheinlich ein Spezialfall, aber sie veranschaulicht doch wie ungeheuer breit das Spektrum mitochondrialer Erkrankungen ist", erklärte der Leiter der Arbeitsgruppe an der MUW, Walter Rossmanith. (APA)

GE
00
20.4.2011, 22:30

Nichts neues im Westen!

romero69
00
20.4.2011, 14:13
Ja?

wieso sollt Bluthochdruck nicht vererbbar sein?!

Reisebegleiterin
00
20.4.2011, 15:49

das interessante daran ist ja, dass bluthochdruck in diesem fall mitochondrial vererbt wird.

romero69
00
20.4.2011, 16:02
Als naturwissenschafterin finde ich das wohl auch interessant,

aber wo ist der Erkenntniszuwachs?! Ist das nicht schon lange ein sehr alter Hut?!

Reisebegleiterin
00
20.4.2011, 16:27

na das freut mich aber sehr, dass sie das auch interessant finden, die erkenntnis liegt anscheinend an einer neu entdeckten mutation die dafür verantwortlich sein soll.

romero69
00
20.4.2011, 15:59

ja, und?

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.