Englische Universitäten wollen Studiengebühren drastisch erhöhen

20. April 2011, 09:51
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Auch Oxford und Cambridge wollen neue Höchstgrenze der Regierung von über 10.000 Euro pro Jahr ausreizen

London - Die englischen Universitäten wollen ihre Studiengebühren drastisch erhöhen. Mehr als zwei Drittel der Universitäten wollen die von der Regierung genehmigte neue Höchstgrenze von 9.000 Pfund (knapp 10.300 Euro) im Jahr ab 2012 voll ausreizen, wie die britische Rundfunkanstalt BBC am Dienstag berichtete. Unter ihnen seien auch die renommierten Hochschulen in Oxford und Cambridge.

Die Möglichkeit höherer Studiengebühren hatte die konservativ-liberale Regierung geschaffen, im Dezember war sie vom Parlament beschlossen worden. Das Konzept sah eigentlich eine Erhöhung von 3.290 Pfund pro Jahr auf 6.000 Pfund und nur in Ausnahmen auf 9.000 Pfund vor. Von dieser Ausnahme wollen nun aber 47 der insgesamt 71 betroffenen Universitäten profitieren. Die durchschnittlichen Studiengebühren ab 2012 könnten laut BBC damit bei 8.500 Pfund liegen, während die Regierung 7.500 Pfund geschätzt hatte.

Die höheren Studiengebühren sind Teil des Sparpakets der britischen Regierung, die damit ein Rekorddefizit beseitigen will. Gegen den auch in der Koalition umstrittenen Plan hatte es erbitterte Proteste von Studenten gegeben. (APA)

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