OLG reduzierte Geldstrafen nach falscher Beinamputation

20. April 2011, 10:25
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Hälfte der Beträge zudem bedingt auf drei Jahre

Innsbruck- Das Oberlandesgericht Innsbruck hat am Mittwoch die Strafen nach einer falschen Beinamputation bei einer 91-jährigen Patientin im Krankenhaus St. Johann in Tirol im Juni des vergangenen Jahres reduziert. Den beiden Ärzten, die wegen fahrlässiger Körperverletzung verurteilt worden waren, wurde die Hälfte der Beträge zudem bedingt auf drei Jahre nachgesehen.

Zu dem folgenschweren Fehler war es am 16. Juni 2010 gekommen. Die Frau litt an einer Gefäßerkrankung, die ein Bein stark in Mitleidenschaft gezogen hatte. Irrtümlich wurde ihr das gesunde, rechte Bein unterhalb der Hüfte abgenommen. Wenige Tage später musste sich die 91-Jährige einer zweiten Operation unterziehen, bei der auch das linke Bein amputiert wurde. (APA)

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