Rechtsextremisten und Islamisten dürfen nicht gegen Will und Kate demonstrieren

19. April 2011, 19:22
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Keine Kundgebungen vor Westminster Abbey genehmigt

London - Die britische Polizei hat Demonstrationen von zwei extremistischen Gruppen am Hochzeitstag von Prinz William und Kate Middleton vor der Londoner Westminster Abbey verboten. Ein Sprecher von Scotland Yard sagte, Anträge der islamistischen Gruppe Muslims against Crusades und der rechtsextremen Partei English Defence League zur Abhaltung von Kundgebungen vor dem Ort der Trauung am 29. April seien abgelehnt worden. Die Polizei sei nun im Gespräch über einen alternativen Ort für die Proteste.

Muslims against Crusades (Muslime gegen Kreuzzüge) wirft Prinz William auf ihrer Internetseite vor, einer der "größten Verteidiger des britischen Imperialismus" zu sein. Als Mitglied der Luftwaffe sei er direkt an der "mörderischen britischen Armee" beteiligt. Die islamistische Gruppe will gegen die britischen Militäreinsätze in muslimischen Ländern wie Afghanistan demonstrieren und drohte, "der Tag, von dem die Nation so lange träumt, wird ein Alptraum".

Die rechtsextreme Partei English Defence League plant ihrerseits eine Gegendemonstration. Mehrere Kundgebungen gegen Islamismus hatten jüngst in Gewalt geendet. Rund 5.000 Polizisten sollen am Hochzeitstag die Orte der Festlichkeiten absichern. Seit mehreren Tagen durchsuchen die Sicherheitskräfte die Umgebung um die Westminster Abbey, wo die Trauung stattfinden soll. (APA)

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    Solche Bilder wird es von der Prinzenhochzeit nicht geben: ein Polizeihund verkostet die Hand eines EDL-Rechtsextremisten in Leicester.

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