Wiener Büromarkt noch im Dornröschenschlaf

19. April 2011, 17:10
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Investmentvolumen und Vermietungsleistung gingen im ersten Quartal gegenüber Vorquartal um ein Drittel zurück

Wien - Der Wiener Büromarkt ist nach der Krise noch nicht wirklich angesprungen. Zu Jahresbeginn blieb zwar das Flächenangebot stabil, die Vermietungsleistung ist allerdings gegenüber dem Vorquartal laut Berechnungen von CB Richard Ellis um ein Drittel eingebrochen. Die Leerstandsrate blieb bei rund 5,3 Prozent. Das Investmentvolumen bewegte sich auf dem Niveau das Vorjahres, ist aber gegenüber dem vierten Quartal 2010 um 33 Prozent abgesackt.

Per Ende des ersten Quartals 2011 betrug der Büroflächenbestand in der Bundeshauptstadt 10,2 Mio. Quadratmeter. Seit Jahresbeginn wurden in Wien nur rund 2.000 Quadratmeter an Büroflächen fertiggestellt, in der Vergleichsperiode des Vorjahres waren es 37.000 (neu und generalsaniert) gewesen. Bis Ende 2011 werden insgesamt noch rund 190.000 Quadratmeter fertiggestellt werden, erwartet CBRE.

Die Leerstandsrate lag mit rund 5,3 Prozent über dem Vorjahreswert von 4,9 Prozent, jedoch leicht unter dem Wert vom vierten Quartal 2010 (5,5 Prozent).

Spitzenmiete gestiegen

Die Spitzenmiete ist seit dem Vorquartal um 50 Cent auf rund 23,5 Euro pro Quadratmeter im Monat angestiegen. Im Jahresvergleich haben sich die Spitzenmieten um rund 6 Prozent erhöht, bis Ende 2011 rechnet CBRE mit einem weiteren Anstieg auf 24 Euro. Die Mieten in den restlichen Lagen waren im ersten Quartal weitgehend stabil und sollen ebenfalls leicht steigen.

Die Spitzenrendite blieb im ersten Quartal bei rund 5,25 Prozent.

Starke Rückgänge gab es beim Investmentvolumen - zumindest im Quartalsvergleich. Im den letzten drei Monaten 2010 waren noch 300 Mio. Euro in Immobilien investiert worden, im ersten Quartal 2011 waren es dann nur mehr 200 Mio. Euro - ebenso viel wie im Vergleichszeitraum des Vorjahres. "Bis zum Jahresende rechnen wir aufgrund von derzeit in der Verkaufspipeline befindlichen Objekten und des Interesses in- und ausländischer Investoren mit einem Gesamttransaktionsvolumen von ca. 2 Mrd. Euro", schreibt CBRE. Vor allem britische und deutsche Investoren sollen in den kommenden Monaten den Markt aufmischen.

Deutlich eingebrochen ist auch die Vermietungsleistung. Im ersten Quartal 2011 wurden rund 50.000 Quadratmeter an Büroflächen angemietet - dies ist zwar eine leichte Steigerung gegenüber dem Vorjahr (45.000 Quadratmeter), allerdings ein drastischer Rückgang von 33 Prozent gegenüber dem vierten Quartal 2010 (75.000 Quadratmeter). (APA)

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