Investitionen abseits von Skylink

19. April 2011, 18:13
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Am Flughafen wird umgebaut, um den Betrieb aufrechtzuerhalten

Wien - Die erste Reisewelle zu Ostern habe man gut gemeistert, der Höhepunkt des Osterreiseverkehrs steht dem Flughafen Wien aber noch bevor. Flughafen-Vorstand Gerhard Schmid, der nach dem Abgang von Herbert Kaufmann seit Jahresbeginn auch für den Terminalbetrieb zuständig ist, hat "alle Hebel in Bewegung gesetzt", um Warteschlangen wie in den Vorjahren zu verhindern: Um für den Oster-Ansturm mit 30 Prozent mehr Passagieren gewappnet zu sein, wurden u. a. alle verfügbaren Sicherheits-Mitarbeiter mobilisiert. Anders als zuletzt wird wieder in die bestehende Infrastruktur investiert. Bisher wurde mit dem Verweis auf die bevorstehende Inbetriebnahme von Skylink nur das Nötigste gemacht. Schmid: "Wir werden insgesamt rund acht Millionen Euro investieren, um die Abläufe an den Gates zu beschleunigen und den laufenden Betrieb zu verbessern. Derzeit werden die bisher 20 Bus-Gates im Bereich B zu einem Groß-Gate ohne Zwischenwände umgebaut. Bis zum Sommer wird der Umbau fertig sein, bei bestehendem Betrieb. Außerdem wird es beim B-Gate eine Priority-Abfertigung für Vielflieger und vier zusätzliche Sicherheitsstraßen geben.

Am Pier West (C-Gates) wurden die Sicherheitskontrollen von jeweils zwei Fliegern zusammengelegt, damit sollen die Kapazitätsspitzen bei der Abfertigung besser ausgeglichen werden. Schmid: "Die maximale Wartezeit am Gate darf nicht länger als zehn Minuten betragen." Um das sicherzustellen, wurde erstmals am Flughafen ein Terminal Service Center installiert, wo Vertreter von allen am Abflug beteiligten Betriebseinheiten den aktuellen Status an den Gates verfolgen können und gegebenenfalls rasch auf Wartezeiten, Verspätungen etc. reagieren können. Schließlich wurde auch mit der dringend notwendigen Sanierung aller Toilettenanlagen am Airport begonnen.

Schmid: "Wir reklamieren den Passagier am Terminal als unseren Kunden und nicht den der Airline, dafür mussten wir eine neue Struktur schaffen, die unserem Anspruch auch gerecht wird." (Claudia Ruff, DER STANDARD, Printausgabe, 20.4.2011)

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    Schmid: Bessere Koordination am Gate.

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