Erste Beiträge für eine österreichische Anpassungsstrategie

24. April 2011, 18:10

Aus dem Projekt StartClim2009 gehen u.a. Empfehlungen für die Landwirtschaft und das Hochgebirge hervor

Wien - Die Auswirkungen des Klimawandels auf Energieversorgung, Landwirtschaft, Tourismus, Gesundheit und andere Sektoren werden in Zukunft deutlicher spürbar werden. Einen ersten Beitrag zur Entwicklung einer österreichischen Anpassungsstrategie hat das Forschungsprojekt StartClim2009 geleistet, dessen Endbericht nun vorliegt.

Der Klimawandel zeigt sich laut StartClim durch eine verlängerte Vegetationsperiode (ca. zwei Wochen frühere Erwärmung im Frühjahr, ca. eine Woche späterer Wintereinbruch). Diese ermöglicht immer frühere und häufigere Schnitte der Wiesen, was zu einer verringerten Artenvielfalt und zu mehr Unkräutern führt. Nicht zuletzt verschwindet mit dieser Entwicklung auch die beliebte bunte Blumenwiese.

Humusbildung

In der Landwirtschaft zeigt die Auswertung der StartClim-Daten, dass humusreiche Böden nicht nur für eine bessere Wasserspeicherung und damit Versorgung der Kulturpflanzen sorgen, sondern durch die Bindung von Kohlenstoff auch einen deutlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Es ist daher wichtig, dass Bauern erkennen, wie sich der Humusgehalt in ihren Böden aufgrund der von ihnen gewählten Bewirtschaftungsform verändert. Dementsprechend sollen auch Workshops für Landwirte abgehalten werden.

Bergwege

Im Hochgebirge werden sich die Risiken durch Naturereignisse (z.B. Felsstürze) als Folge des Klimawandels verstärken. Während für Siedlungen, Verkehrswege und touristisch intensiv genutzte Flächen wie etwa Skipisten ein ausgeklügeltes System an Schutzmaßnahmen existiert, fehlt es für Bergwege und Routen abseits dieser geschützten Areale. Im Rahmen der Studie wurden die Abtragungsprozesse durch Gletscherrückgang und Permafrostveränderung für das Großglockner-Pasterzengebiet untersucht, modelliert und daraus eine Gefährdungskarte abgeleitet. Auf Basis von Daten aus Klimamodellen wurde eine solche Karte auch für das Jahr 2030 erstellt.

So konnten in Zusammenarbeit mit Ortskundigen Maßnahmen für die Bergwege und Routen vorgeschlagen werden. Diese reichen von konkreten Wegsicherungsarbeiten bis zu neuen Organisationsformen in der Wegerhaltung. Die Methodik könnte auf andere Gebiete übertragen werden.

Hintergrund

Im Rahmen der StartClim-Initiative, geleitet von der Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb, entstehen jährlich kleinere Projekte, die sich Wissenslücken zuwenden und auch erheben, wo weiterer Forschungsbedarf besteht. Dabei werden interdisziplinär verschiedene Aspekte des Klimawandels untersucht - das Spektrum reicht von der Analyse der Auswirkungen bis hin zum Entwickeln von Strategien für die Anpassung. So wurde im Rahmen von StartClim2009 beispielsweise auch untersucht, wie der Kühlenergiebedarf in Bürogebäuden bei gleichzeitiger Gewährleistung von ausreichendem thermischem Innenraumkomfort minimiert werden könnte. (APA/red)

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kdalaryd
00
hit and miss

Ich will rrrrrraus aus der verquantifizierten Risikosociety. Will aber.

al vvi
01
25.4.2011, 17:07

Das ist das Problem Klimafond. Es gibt einen klaren Auftrag des Gesetzes Energieloesungen zu finden und nicht heisse Lufr. Ausserdem sieht man wie es funktioniert. Frau Kolb wird vom Klimafonds bezahlt und bedient sich via Klimafond bei der Finanzierung von Studien. Der Rechnungshof hat voellig recht in seiner vernichtenden Kritik ueber den Klimafonds.

her wig
10
25.4.2011, 17:58

Forschung kostet Geld, das muss abgeschafft werden. Bekannte Position. Ich empfehle Ihnen, den letzten Satz des Artikels nochmals zu lesen.

aleph null
41
25.4.2011, 07:51
Hier kann man Klimasünden beichten:

http://www.earthconfessions.com/#home

Ich finde das sehr praktisch.

Alex79
24
25.4.2011, 11:13

Sie koennten folgendes eintragen:

"Dear Earth (and dear children and grandchildren), despite overwhelming evidence for anthropogenic global warming, I've been evangelizing the unreasonable belief that humans do not and cannot influence the climate on my local newspaper online forum. I have peddled false facts, outright lies, ridiculed honest climate researchers and stubbornly repeated every lie ever made by fossil fuel company lobbyists. Furthermore, I don't know the difference between weather and climate."

Mit ein paar Rosenkraenzen werden Sie da nicht davon kommen.

Alex79
13
25.4.2011, 11:08

Der Artikel disqualifiziert sich schon in der ersten Zeile. Es wurden bekanntermassen keinerlei Daten manipuliert, das haben mittlerweile 6 (!) unabhaengige Kommissionen festgestellt.

modell t5
10
25.4.2011, 11:46
Beim Abfangjägeruntersuchungsausschuss

wurde auch festgestellt, dass alles in Ordnung war.

1000undeine8
00
25.4.2011, 12:11

aus dem blog des autors ihres links, edgar gärtner:

"In der Bibel steht nichts über Carbon Footprint."

"Ist 'Sozialstaat' nicht ein Synonym für 'Vorhölle'"?

"Wer die Existenz des Teufels leugnet, verliert den Bezug zur Realität."

"Ich kenne nicht das Gesicht des Antichrist, aber ich weiß, dass er grün angestrichen ist."

http://nachdenker-edsches.blogspot.com/

wenn ein so außerordentlich weiser und wissenschaftlich orientierter mensch etwas behauptet, dann *muss* das doch ganz einfach stimmen, gell?

modell t5
20
25.4.2011, 13:45
Diese Meinungen teile ich auch nicht

Haben Sie zu dem von mir geposteten Artikel etwas zu sagen?

1000undeine8
11
25.4.2011, 14:31

gärnter wirft der wissenschaft vor, sie würde sich nicht an der "regulativen idee der wahrheit" orientieren.

seine homepage beweist, dass er sich selbst darum überhaupt nicht kümmert:
http://www.gaertner-online.de/Klimafors... index.html

er verbreitet hier z.B. das zombie-argument, dass der CO2-gehalt der atmosphäre zu beginn des 20. jhdt. höher gewesen wäre.

die frühen messungen wurden alle unterhalb der atmosphärischen grenzschicht gemacht, unter der der CO2-gehalt damals wie heute erheblich schwankt (in städten werden auch heute >420 ppm gemessen, in regenwäldern manchmal 600 oder 700 ppm).

die liste an widerlegten argumenten lässt sich beliebig fortsetzen. ein scharlatan und blender sondergleichen.

modell t5
20
26.4.2011, 05:03
Ein Zombieargument zeichnet sich dadurch aus,

dass man vorgibt, etwas zu wissen, was man nicht mit Sicherheit weiß.

Insofern ist die Behauptung, dass die präindustrielle CO2-Konzentration 280 ppm gewesen wäre, schlicht und einfach ein Zombieargument.

Faktum ist, dass wir das nicht mit Sicherheit wissen. Es gibt Messungen aus dieser Zeit, wobei viele höhere Ergebnisse als 280 ppm liefern, dann gibt es noch Proxydaten wie Eisbohrkerne und Stomata, die naturgemäß viel unsicherer sind.

Diese 280 ppm präindustrieller CO2-Konzentration ist so etwas wie der heilige Gral der Klimatologie. Wenn man hier etwas in Frage stellt, was ja in der Wissenschaft durchaus legitim ist, wird man sofort von den Kettenhunden der mainstreamforschung wütend attackiert.

1000undeine8
00
26.4.2011, 18:54

noch einmal: die frühen messungen sind aus gebieten, die urban od. von vegetation beeinflusst waren. genau das ist ja der grund, warum heute auf pazifischen inseln, der antarktis, am sonnblick und mit satelliten gemessen wird.

zum vergleich aktuelle messungen (2002) aus basel, mit maxima >420 ppm, gemessen in ~30 (!) m höhe:
http://www.springerlink.com/content/h... w7543155t/

ein regenwald mit spitzen >500 ppm und selbst in 100 m höhe noch manchmal 400 ppm:
http://hal.archives-ouvertes.fr/docs/00/3... 9-1999.pdf

über die messgenauigkeit der alten, nasschemischen titrationen braucht man da gar nicht weiter zu diskutieren.

modell t5
00
27.4.2011, 13:34
Aha, braucht man nicht zu diskutieren - end of discussion, nicht wahr?

Übrigens sind auch die Messungen auf Mauna Loa von der Vegetation beeinflusst. Das erkennt man deutlich an den sinusartigen Kurvenverlauf.

Leider sind Diskussionen mit verbohrten Ideologen wenig fruchtbar.

1000undeine8
00
27.4.2011, 18:35

den sinusförmigen verlauf finden sie weltweit:

http://scrippsco2.ucsd.edu/graphics_... rends.html

auf der nordhemisphäre gibt es mehr land und mehr vegetation, weshalb im frühling der nordhalbkugel der CO2-gehalt zu sinken beginnt.

und, nein, daraus folgt nicht, dass der mensch den CO2-gehalt nicht beeinflussen könnte: kohle und erdöl sind nicht anderes als fossile überreste von pflanzen, die sich über jahrmillionen angesammelt haben. bei ihrer verbrennung geschieht genau das gleiche wie im herbst und winter, wenn die abgefallenen blätter der vegetation der nordhemisphäre verrotten: der CO2-gehalt steigt.

modell t5
00
27.4.2011, 23:53
Natürlich findet man diesen sinusförmigen Verlauf praktisch überall,

weil eben - wie ich geschrieben habe - die Vegetation einen erheblichen Einfluss hat.

Und natürlich emittieren wir CO2, das habe ich niemals in Frage gestellt. Die Frage ist nur, ob der Umstand, dass wir ein atmosphärisches Spurengas in seiner Konzentration etwas erhöhen, zwingend den Weltuntergang zur Folge hat.

Die weitere Frage ist, ob wir durch unsere Einsparungen auch etwas anderes bewirken, als nur unsere Brieftaschen zu leeren.

Ich würde es für eine gescheitere Idee halten, Geld für die Forschung zu investieren, damit wir vielleicht einmal auf fossile Brennstoffe verzichten könnten. Momentan finanzieren wir nur Subventionsabgreifer, die der Forschung absolut nichts bringen.

1000undeine8
00
28.4.2011, 01:58

dieses atmosphärische "spurengas" ist für rund 20% des gesamten treibhauseffekts verantwortlich, welcher der oberfläche der erde immerhin eine strahlungsleistung von satten 155 watt pro quadratmeter beschert.

ihre übertreibung (weltuntergang!) wirkt nur komisch und infantil. als ob nur dann für die menschliche zivilsation handlungsbedarf bestünde (nach ihrer logik bestünde z.B. auch kein handlungsbedarf, wenn sich jemand an ihrer brieftasche bedient: auch das ist kein weltuntergang).

modell t5
00
30.4.2011, 08:18
Infantil?

Für infantil halte ich eher die Fraktion der Alarmisten.

Alles, aber auch wirklich alles wird mit dem Klimawandel und damit mit dem CO2 in Verbindung gebracht: gleich ob es sich um Überschwemmungen, Trockenheit, vermehrte Regenfälle, verminderte Regenfälle, erhöhte Temperaturen, erniedrigte Temperature handelt, immer und überall ist der Klimawandel damit schuld.

Es gibt sogar allen Ernstes Studien, in denen der Einfluss des Klimas auf die Inzidenz der Circumcisionen diskutiert wird. Was soll das Ganze?

Das Klima hat sich früher ohne CO2 gewandelt, jetzt wandelt es sich mit CO2 - so what?

1000undeine8
00
30.4.2011, 12:27

jeder klimawandel beeinflusst zwangsläufig den hydrologischen kreislauf. die sättigungsmenge der luft für wasserdampf steigt mit der temperatur, somit über ozeanen und feuchtgebieten der wasserdampf-gehalt (selbst ein treibhausgas) und die wassermenge für regenfälle (überflutungsrisiko). nach einem regen dauert es länger, bis wieder sättigung erreicht wird bzw. wird sie über trockengebieten seltener erreicht (risiko von dürren).

die scheinbar widersprüchlichen folgen des klimawandels sind unter berücksichtigung des zusammenhangs von temperatur, verdunstung, kondensation und der topographie der erde keineswegs widersprüchlich.

Alex79
00
25.4.2011, 11:59

Daten sind keine Schmiergeldzahlungen.

Daten kann man sehr einfach auf Vollstaendigkeit pruefen. Weiters kann man leicht nachrechnen, ob mit den gegebenen Annahmen auch diese Werte herauskommen. Wenn nicht, dann wurde manipuliert, so einfach ist das.

1000undeine8
02
25.4.2011, 12:55

der nächste climategate-aufguss.

wenn sie den daten der umstrittenen forscher nicht glauben, steht es ihnen frei, unabhängige indizien für oder gegen eine erwärmung zu suchen. dafür kommen viele der temperatur-abhängigen prozesse auf dieser erde in frage, z.B. die länge der vegetationsperiode (link am ende des standard-artikels weiter oben) oder auch der meeresspiegel (wasser dehnt sich jenseits des dichtemaximums von 4°C mit der temperatur aus).

im gegensatz zu schmiergeld-skandalen ist man also keinewegs auf journalisten oder geleakte emails angewiesen.

modell t5
21
25.4.2011, 13:43
Darum geht es gar nicht

Wenn Wissenschaftler sich wie das kleine Rumpelstilzchen verhalten, indem Sie sagen, "ich zeige euch zwar meine Temperaturkurve, aber wie ich die ermittelt habe, zeige ich euch nicht, jemand könnte ja einen Fehler finden, ätsch", dann nehme ich diese Leute nicht mehr ernst. Wenn sich Kleinkinder im Kindergarten so verhalten, mag das in Ordnung sein, von Wissenschaftlern erwarte ich mir aber schon etwas mehr.

1000undeine8
00
25.4.2011, 14:15

auch das entspricht nicht der wahrheit.

ein archiv mit den rohdaten von wetterstationen ist seit 1992 online:
http://www.ncdc.noaa.gov/ghcnm/v3.... ata_access
ftp://ftp.ncdc.noaa.gov/pub/data/ghcn/v3/ghcnm.latest.qcu.tar.gz

ein archiv mit dem baumring-daten, die für rekonstruktion des "hockeysticks" verwendet wurden,
ist seit 1992 online verfügbar:
http://lwf.ncdc.noaa.gov/paleo/treering.html

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