Rapids Motto: "Vollgas für den Cupsieg"

19. April 2011, 14:54
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Wiener sehen sich nicht in Favoritenrolle - Barisic: "Cup hat eigene Gesetze" - Für Burgenländer Meisterschaft wichtiger

Wien - Fußball-Rekordmeister SK Rapid Wien ist im Spiel zwei unter Interimstrainer Zoran Barisic im Viertelfinale des ÖFB-Cups im Heimspiel gegen den SV Mattersburg gefordert. Die Wiener strotzen nach dem 3:0-Auswärtssieg gegen den FC Wacker Innsbruck in der Bundesliga nur so voller Selbstvertrauen. "Vollgas für den Cupsieg", gab Rapid-Tormann Helge Payer das Motto vor der Partie am Mittwochabend (20.30 Uhr/live ORF eins) im Hanappi-Stadion aus.

Die Wiener wollen endlich wieder einmal auch im Cup reüssieren, im Halbfinale standen sie zuletzt 2006. Damals war ausgerechnet gegen Mattersburg - auswärts mit 0:1 - das Aus gekommen. In der vergangenen Saison war Austria Kärnten (Viertelfinale), in der Saison zuvor Ried (Achtelfinale) eine unüberwindbare Hürde. "Wir sehen uns nicht als Favorit, der Cup hat eigene Gesetze", betonte Barisic, der ohne Kavlak, Gartler, Heikkinen, Sonnleitner und Dober auskommen muss.

In den vergangenen Jahren habe man in diesem Bewerb immer wieder das eine oder andere Mal schlecht ausgesehen. "Und wir haben auch heuer wieder gesehen, dass es schwierig ist, aufzusteigen", fügte der Rapid-Coach hinzu. Tatsächlich kamen die "Grün-Weißen" in der zweiten Runde gegen die Austria Amateure erst im Elfmeterschießen (4:3) weiter.

Die Burgenländer sind ein gefährlicher Gegner, mit dem 1:0-Auswärtssieg in Wien bei Tabellenführer Austria haben sie am Samstag wohl schon für den Klassenerhalt vorentscheidende drei Punkte gemacht. "Wir sind gewarnt", meinte Barisic vor dem Duell mit der "aggressivsten Mannschaft" der Liga. "Sie werden auch gegen uns hart an der Grenze spielen. Die Spieler sind aber darauf eingestellt", sagte der 40-Jährige. Das unterstrich auch Payer: "Sie sind besser, als sie in der Tabelle dastehen, aber wir werden größer ausschauen, als sie."

Der Trainerwechsel und der Sieg in Innsbruck hat der Mannschaft jedenfalls viel neuen Schwung gebracht. "Die Euphorie war vor dem Innsbruck-Spiel sehr groß und nach dem Match bis zum Ende des 'Clasico' noch da. Dann haben wir aber gesagt, dass jetzt das Spiel gegen Mattersburg wichtig ist", sagte Payer im Namen des Teams. Der ÖFB-Teamgoalie schätzte den Heimvorteil als großes Plus der Rapidler ein. Bis Dienstagmittag waren knapp 9.000 Karten verkauft.

Für den Rapid-Coach selbst ist seine erste Arbeitswoche extrem positiv verlaufen. "24 Stunden am Tag sind momentan zu wenig. Was wir bearbeiten wollten, haben wir aber geschafft, wir arbeiten sehr gut. Ich bin begeistert von jedem Spieler", resümierte Barisic. Die Leistung gegen Innsbruck sei mehr als ansprechend gewesen. "Jetzt müssen wir aber den nächsten Schritt machen", forderte der Rapid-Trainer.

Dann würden nur mehr zwei Hürden auf dem Weg zum ersten Cup-Sieg seit 1995 (sowie zum 15. insgesamt) auf die Hütteldorfer warten. Beim 1:0-Sieg im Happel-Stadion gegen den DSV Leoben am 5. Juni 1995 hatte Barisic als Libero durchgespielt. "Ich kann mich noch gut daran erinnern", sagte Barisic.

Für die Gäste steht der Cup von der Priorität her nur an zweiter Stelle. Am Samstag steht das wichtige Heimspiel gegen Schlusslicht LASK (16 Punkte) an, bei dem sich die Burgenländer (25) wohl endgültig aller Abstiegssorgen entledigen können. "Unser Hauptaugenmerk muss weiterhin auf der Meisterschaft liegen", betonte Coach Franz Lederer.

Trotzdem sei ein Weiterkommen natürlich das Ziel. "Wir wissen, dass wir eines der schwersten Lose gezogen haben. Rapid ist nach unserem Sieg in Favoriten gewarnt, wir bleiben ganz klarer Außenseiter", sagte der Mattersburg-Trainer zur Ausgangslage. Die Bundesliga-Vorletzte ist im Cup immer wieder für Überraschungen gut. 2006 und 2007 (jeweils Niederlage gegen die Austria) war er jeweils ins Endspiel vorgestoßen.  (APA)

Technische Daten und mögliche Aufstellungen ÖFB-Cup-Viertelfinale am Mittwoch: SK Rapid Wien - SV Mattersburg (Hanappi-Stadion, 20.30 Uhr/live ORF eins, SR Harkam).

Rapid: Payer - Kayhan, Patocka, Soma, Katzer - Prokopic, Kulovits - Trimmel, Hofmann, Drazan/Saurer - Salihi

Ersatz: Hedl - Schimpelsberger, Hinum, Vennegoor of Hesselink, Nuhiu

Fraglich: Pehlivan (rekonvaleszent), Drazan (angeschlagen)

Es fehlen: Kavlak, Gartler, Heikkinen, Sonnleitner (alle verletzt), Dober (im Aufbautraining)

Mattersburg: Schartner - Chrappan, Malic, Pöllhuber, Schmidt - Parlov - Höller, Ilsanker, Farkas, Mörz - Waltner

Ersatz: Borenitsch - Spuller, Gartner, Bürger, Pauschenwein, Salamon, Röcher, Rath

Fraglich: Naumoski (krank)

Es fehlen: Seidl (gesperrt), Bliem, Doleschal (beide rekonvaleszent)

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