"Health Literacy" Thema im Frauengesundheitszentrum

19. April 2011, 13:29
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Frauen sollen bei stärkerer Beteiligung an ihrer gesundheitlichen Versorgung unterstützt werden - Jahresbericht 2010 präsentiert

Das Grazer Frauengesundheitszentrum hat den seinen Frauengesundheitsbericht 2010 präsentiert: Im Jahr 2010 betreute das Team 7097 Frauen telefonisch und 3577 Frauen besuchten insgesamt 182 Kurse, Veranstaltungen und Workshops.

Im Arbeitsbereich Psychotherapie wurden 115 Informations- und Erstgespräche und 454 Therapiesitzungen durchgeführt. 728 Frauen nahmen Beratungen zu den Themen Verhütung, ungewollte Schwangerschaft, Hormone und allgemeine Gesundheitsinformationen in Anspruch. Neun Studentinnen wurden in Praktika angeleitet und die Mitarbeiterinnen hielten 44 Fortbildungsveranstaltungen für MultiplikatorInnen. Das Frauengesundheitszentrum war auf 69 Tagungen präsent.

Belohnt wurde die Arbeit mit dem Sonderpreis des Deutschen Netzwerks Evidenzbasierte Medizin für das Projekt Kompetenztraining Wissen macht stark und gesund: "Dieser Preis ist ein Zeichen dafür, wie nötig unabhängige Information ist, um Patientinnen am Gesundheitswesen zu beteiligen", stellt Geschäftsführerin Sylvia Groth fest. "Am meisten freuen wir uns aber, wenn Frauen nach Beratungen sagen: Gut, dass es euch gibt."

Der unabhängige, gemeinnützige Verein Frauengesundheitszentrum wurde im Jahr 1992 gegründet. Ein vierköpfiger Vorstand begleitet und kontrolliert die Arbeit. 2010 waren 14 bis 16 Mitarbeiterinnen und die Geschäftsführerin angestellt (10,73 vollzeitäquivalent). Rund 20 Expertinnen ermöglichten als Referentinnen das Veranstaltungsangebot und die Durchführung der Projekte.

Frauengesundheit 2011

Gesundheitsinformationen finden, lesen, verstehen und umsetzen zu können, sind die Grundlagen für eine stärkere Beteiligung von Frauen und Mädchen an ihrer gesundheitlichen Versorgung. Health Literacy bleibt für Groth und ihr Team daher auch 2011 ein Schwerpunkt: "Patientinnen erleben das Gesundheitswesen am eigenen Leib. Wir stärken sie, ihre Gesundheitsinteressen auszudrücken und einzubringen, denn ihre Erfahrungen sind wertvoll." Weiters sind Maßnahmen für schwangere Frauen und Mütter mit kleinen Kindern geplant. (red)

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