Mehr als 80.000 Wildtiere fielen 2010 dem Verkehr zum Opfer

19. April 2011, 13:19
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Darunter waren 27.555 Hasen und Wildkaninchen - Dunkelziffer dürfte weit höher sein

Wien - Im vergangenen Jahr wurden 27.555 Hasen und Wildkaninchen laut Verkehrsclub Österreich (VCÖ) Opfer von Lkws und Pkws. Der VCÖ zeigte sich zudem "besorgt, dass der Lebensraum der Tiere von immer mehr Straßen zerstört und eingeengt wird". Im Vergleich zum Jahr 2009 ist die Zahl der Hasen, die unter die Räder kamen, aber um ein Viertel zurückgegangen. "Der Rückgang liegt nicht an Maßnahmen im Straßenverkehr, sondern daran, dass die Hasenpopulation im Vorjahr insgesamt deutlich zurückgegangen ist", erklärte Gratzer.

Rund um Ostern sind Hasen besonders umtriebig. "Die Paarungszeit ist für Hasen gefährlich. Denn das dichte Straßennetz in Österreich zerschneidet ihren Lebensraum. Verkehrsunfälle sind in der Hasenpopulation eine häufige Todesursache", so VCÖ-Sprecher Christian Gratzer. Die im Vorjahr gemeldete Zahl von 27.555 dürfte in der Realität weit höher liegen: "Das sind nur die bei der Bezirkshauptmannschaft eingegangenen Meldungen. Die Dunkelziffer ist daher weit höher", so der VCÖ.

Die Bundesländerstatistik führt Niederösterreich mit 14.227 getöteten Hasen an, gefolgt von Oberösterreich, dem Burgenland und der Steiermark. Insgesamt seien im Vorjahr mehr als 80.000 Wildtiere Opfer des Straßenverkehrs geworden. Das häufigste Opfer sind Rehe: 37.067 Rehe wurden zu Tode gefahren, rund 100 mehr als im Jahr davor. Zudem kamen der VCÖ-Analyse zufolge mehr als 9.600 Fasane und mehr als 2.500 Füchse durch den Straßenverkehr ums Leben. (APA/red)

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    Verkehrsunfälle sind in der Hasenpopulation eine häufige Todesursache, so VCÖ-Sprecher Christian Gratzer.

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