Ostereier im Greenpeace-Check

20. April 2011, 17:04
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Noch nie haben die im Handel erhältlichen verpackten Ostereier so gut abgeschnitten wie heuer

Wien - Die Umweltorganisation Greenpeace hat auch heuer wieder Ostereier unter die Lupe genommen. Insgesamt wurden zwanzig im Handel erhältliche gefärbte Hühnereiprodukte auf Ökologie (Inhaltsstoffe, Gentechnik, Transport, Verpackung) und auf artgerechte Tierhaltung hin geprüft. Das erfreuliche Ergebnis: Die ökologische Bilanz ist so gut wie noch nie. Alle Ostereier wurden mit vertretbaren Farbstoffen gefärbt, die Mehrheit der Produkte stammt aus Österreich von Hennen aus gentechnikfreier Fütterung und die Verpackung besteht größtenteils aus umweltfreundlichen Karton- oder Recycling-Kunststoffschachteln, hieß es seitens Greenpeace.

Überwiegend bunte Freiland-Eier

Was die Haltung anbelangt, gibt es ebenfalls gute Nachrichten: Die geprüften Farbeier stammen überwiegend von Hennen aus Freilandhaltung, teilweise aus Bodenhaltung und kein einziges aus Käfighaltung. "Vorsicht ist jedoch bei unverpackten Ostereiern geboten, welche in Bäckereien oder auf Märkten angeboten werden. Diese kommen oft aus Ländern mit Käfighaltung, wo Hennen mit Gentech-Futter gefüttert und die Eier mit gesundheitlich problematischen Farben gefärbt wurden", warnt Greenpeace-Konsumentensprecherin Claudia Sprinz und fordert eine bessere Kennzeichnung dieser einzeln angebotenen Ostereier. Diese Eier enthalten mitunter gesundheitsschädliche Zusatzstoffe, wie den zum Rotfärben eingesetzten Farbstoff Erythrosin und den zum Gelbfärben verwendeten Farbstoff Chinolingelb. Beide Substanzen können problematische Auswirkungen auf die Gesundheit haben und etwa Allergien auslösen.

Vorsicht bei lose verkauften Eiern

Laut Gesundheitsministerium dürfen Eier beim Bäcker oder Greißler durchaus lose verkauft werden, sofern der Verkäufer in der Lage ist, Angaben über Qualität und Herkunft der Eier zu machen. Von ungenügend gekennzeichneten Ostereiern, zu denen das Verkaufspersonal keine Auskunft geben kann, rät die Sprinz ab und verweist als Orientierungshilfe auf den Online-Konsumentenratgeber der Umweltorganisation. Auf www.marktcheck.at ist eine Liste zu finden, auf der empfehlenswerte aber auch bedenkliche Produkte gekennzeichnet sind. Seit 2005 nimmt Greenpeace neben anderen Produkten auch Ostereier unter die Lupe. "Noch nie haben die im Handel erhältlichen, verpackten Ostereier so gut abgeschnitten wie heuer", freut sich Sprinz und lobt die Bemühungen von Herstellern und Handel. (red)

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    Insgesamt wurden zwanzig im Handel erhältliche Ostereier auf Ökologie und artgerechte Tierhaltung hin geprüft.

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