"Fall Strasser hat überhaupt nichts mit Lobbying zu tun"

PRVA-Präsidentin Ingrid Vogl über die angekratzte Reputation der PR-Branche, Honorarrichtlinien, das geplante Lobbyingregister und die drei PR-Todsünden in sozialen Netzwerken

"Die Fälle Strasser, Hochegger schaden der PR-Branche, die Reputation sei dadurch angekratzt", sagt PRVA-Präsidentin Ingrid Vogl im derStandard.at-Chat. Der Fall Strasser habe aber "überhaupt nichts mit Lobbying oder PR-Arbeit zu tun", sondern sei "schlicht und einfach Korruption und politische Bestechung".

Ob sie garantieren könne, dass Mitglieder des PRVA korrekt arbeiten? "Ich kann nicht für 600 Mitglieder die Hand ins Feuer legen, gehe aber davon aus, dass PRVA-Mitglieder, nachdem sie den PRVA-Ehrenkodex unterzeichnen, wissen, was von ihnen erwartet wird. Ob jemand das Anständigkeitsgen in sich trägt oder nicht, kann ich schwer beurteilen."

Sie betont die Notwendigkeit, dass "alle Lobbyisten in das Register aufzunehmen also auch Kammern, Gewerkschaften, etc. und auch die sogenannten in-house-Lobbyisten." Vogl: "Alles andere wäre eine Diskriminierung einer ganzen Branche, nämlich der PR-Branche".
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