Teure Metalle treiben Erzeugerpreise

19. April 2011, 11:27
posten

Größte Jahresveränderung seit sechs Jahren - Energiepreise steigen weiter

Wien - Die Erzeugerpreise für die Industrie befinden sich weiter im Höhenflug. Im Februar stieg der entsprechende Index EPI um 0,4 Prozent gegenüber dem Vormonat bzw. um 5,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr - das ist die höchste Jahresveränderungsrate seit sechs Jahren, teilte die Statistik Austria am Dienstag mit. Im Jänner 2011 und Dezember 2010 war die Jahresteuerung bei 5,2 bzw. 5,0 Prozent gelegen.

Den größten Einfluss auf die Jahresteuerungsrate hatten im Februar die Preise für Vorleistungsgüter, die im Schnitt um 8,1 Prozent anzogen. Besonders weit in die Höhe geschnellt sind hier die Preise für Metallerzeugung und -bearbeitung (+19,6 Prozent). Nichteisen-Metalle verteuerten sich um ein Viertel (+25,2 Prozent), Roheisen und Stahl um ein knappes Fünftel (+19,2 Prozent).

Auch die Energiepreise haben sich im Februar erneut erhöht, und zwar um 8,2 Prozent. Ohne Berücksichtigung der Energiepreise wäre der Erzeugerpreisindex im Februar 2011 um 4,5 Prozent über dem Vorjahresniveau gelegen.

Die Preise für Investitionsgüter haben sich in den letzten Monaten relativ stabil entwickelt (Februar: +1,5%). Einen erneuten Anstieg wiesen Konsumgüter auf (+1,9 Prozent), hier vor allem am Lebensmittelsektor. Pflanzliche und tierische Öle und Fette etwa verteuerten sich um 38,8 Prozent, Back- und Teigwaren um 7,3 Prozent.(APA)

Share if you care.