Sorgenia schreibt wieder Gewinne

19. April 2011, 11:25
posten

Umsatz beträgt 549,7 Millionen Euro

Rom - Die italienische Verbund-Beteiligung Sorgenia schreibt wieder Gewinne. Im ersten Quartal 2011 verzeichnete das italo-österreichische Gemeinschaftsunternehmen, an dem der Verbund einen 45-prozentigen Anteil hält, einen Nettogewinn von 6,8 Mio. Euro. Im Vergleichszeitraum 2010 hatte das Unternehmen noch Verluste in Höhe von 12,2 Mio. Euro registriert. Der Umsatz der Gruppe betrug im ersten Quartal 2011 549,7 Mio. Euro, das sind 8,6 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum 2010, teilte das Unternehmen mit.

Verbund will im Bereich Strom, Gas und erneuerbare Energien investieren und die Zahl ihrer Kunden von den heutigen 500.000 auf zwei Mio. steigen. Außerdem will das Unternehmen seine Produktion von Windenergie verdoppeln.

Der vor 12 Jahren gegründete Konzern, der zur zweitstärksten italienischen Stromgesellschaft mit einem Marktanteil von 13 Prozent avanciert ist, hat die Genehmigung für den Bau von 14 neuen Windparks in Italien und Frankreich erhalten. Damit soll Sorgenia eine installierte Kapazität von 400 Megawatt erreichen. Dies soll Sorgenia ermöglichen zu den größten europäischen Playern im Bereich erneuerbarer Energien aufzurücken.

Fünf neue Windparks mit einer Kapazität von insgesamt 76 Megawatt sollen in den süditalienischen Regionen Kampanien und Molise errichtet werden. Weitere neun Windparks sind in der französischen Region Champagne-Ardenne geplant.

Bis 2016 hofft Sorgenia seinen Umsatz von 2,7 Mrd. Euro auf 4,8 Mrd. Euro aufzustocken. Das Ebitda soll von 164 Mio. auf 746 Mio. Euro steigen. "Mit dem neuen Business Plan 2011-2016 will Sorgenia auf effiziente Weise die aktuelle Wirtschaftssituation in Angriff nehmen und für weiteres Wachstum sorgen, indem auf Diversifizierung gesetzt wird", teilte ein Unternehmenssprecher mit.

Im laufenden Jahr wird ein weiteres Gaskraftwerk in Aprilia südlich von Rom fertiggestellt. Sorgenias Ziel ist, die installierte Kapazität auf 5.000 Megawatt zu erhöhen. Dies soll voraussichtlich bis Mitte dieses Jahres erfolgen. Die Mailänder Energiegesellschaft hat mit dem polnischen Partner Saponis Investment Probebohrungen nach Schiefergas bis zu einer Tiefe von 3.580 Meter im Gebiet von Slawno im Norden Polens durchgeführt und dabei Spuren von Schiefergasvorräten entdeckt. In den kommenden Tagen sollen Bohrarbeiten an zwei weiteren Orten beginnen.(APA)

Share if you care.