Südbahn-Strecke

Kupferkabeldiebe auf frischer Tat ertappt

19. April 2011 11:27

Gleisanlagen mit Wärmebildkameras überwacht - Schaden geht laut ÖBB in die "Hunderttausende Euro"

Drei mutmaßliche Kupferdiebe sind in der Nacht auf Dienstag an der Südbahn im Bezirk Mürzzuschlag geschnappt worden. Nachdem in den vergangenen Tagen wiederholt in der Ober-, aber auch in der Südsteiermark und im Raum Graz Kabel demontiert worden waren, hatte die Polizei die Überwachung verstärkt.

Die Buntmetalldiebe gingen zwar dreist, aber berechenbar ans Werk: Am vergangenen Wochenende stahlen sie zwischen Spital am Semmering und Mürzzuschlag die Erdungskabel gleich zweimal - zwei Nächte nach dem ersten Coup knipsten sie die mittlerweile von den ÖBB-Reparaturtrupps installierten Ersatzdrähte ab. Weil nicht nur der Sachschaden in die "Hunderttausende Euro" geht, sondern auch die Sicherheit für den Zugverkehr, der zum Teil im Schienenersatzverkehr oder mit Ersatz-Dieselloks geführt werden musste, arg in Mitleidenschaft gezogen wurde, startete die Polizei Montagabend eine konzertierte Aktion: Mehrere Streifen wurden zusammengezogen und vom FLIR-Hubschauber des Innenministeriums aus Schwechat unterstützt.

Wärmebildkameras

Der Hubschrauber befand sich noch im Anflug, als eine stationäre Wärmebildkamera bereits verdächtige Bilder vom Bahndamm lieferte. Man konnte ausmachen, wie sich Unbekannte wieder an den Leitungen zu schaffen machten. Zusätzlich gab ein ÖBB-Lokführer einen Hinweis, der über einen Disponenten an die Polizei weitergeleitet wurde. Die drei Personen - zwei Frauen und ein Mann - wurden  festgenommen, hieß es am Dienstag von der Polizeiinspektion Mürzzuschlag. Ob sie auch für die weiteren Kupferdiebstähle von Anfang vergangener Woche nördlich und südlich von Graz infrage kommen, konnte zunächst noch nicht geklärt werden. Seitens der ÖBB hat man bereits reagiert: Man will künftig eine für Diebe kaum verwertbare Stahl-Aluminium-Legierung einsetzen. (APA)

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Proconsul
28.04.2011 13:46
Bahnfrevel

Nicht umsonst kennt das Eisenbahnrecht den Begriff "Bahnfrevel", wird leider in Ö derzeit nicht strafrechtlich verwendet.

Betrifft alle Delikte, welche schweren Schaden an Personen und Material bei Bahnanlagen verursachen können und zieht durchaus eine strengere Bestrafung nach sich. (in D)

derPolizist
30.04.2011 06:27

In Ö heißt das halt einfach "Schwere Sachbeschädigung"...

Brel
26.04.2011 15:32
Der wird wohl

meine Pension nicht sichern.

eastern11
25.04.2011 19:51
Copper Crimes: Worldwide Theft of Copper on the Increase

http://oilprice.com/Metals/Co... rease.html

Carlos Columnos und Familie Matuschek
24.04.2011 02:06

Was aus dieser APA-Meldung entfernt wurde: Die Täter waren Mitglieder einer mobilen, ethnischen Minderheit aus Osteuropa.

Brel
25.04.2011 20:14

korrekt heisst das neuerdings: Rotationseuropäer

barchetta97
25.04.2011 07:55
wird das hier nicht immer

schön brav verschwiegen???

Freudenauer Chamotte Fabrik
23.04.2011 08:13
die damen wollten ne neu spirale. bitte um verständnis.

fridakeynes
22.04.2011 13:23
wow....das abendland ist wieder mal gerettet!

derPolizist
25.04.2011 10:12

na dann lassen sie uns mal wissen, was sie so daran stört, dass diese Diebe erwischt wurden?

py rx
22.04.2011 01:14

schade. die hätten etwas besser aufpassen sollen!

Knochenmann
21.04.2011 22:28
Der Kupfer Klau Klan!

Schnick
19.04.2011 23:41
Genauso wie der Milderungsgrund Alkoholisierung

durch Strafverschärfung ersetzt werden sollte, sollte eine weitere Strafverschärfung für dreiste Frechheiten eingeführt werden. sagichmal.

Poldi Fesch
20.04.2011 00:47
Milderungsgrund Alkoholisierung

den gibt es so ja nicht

Deathflyer
19.04.2011 18:42

Wie bescheuert muss ich eigentlich sein, dreimal ein Kabel vom selben Ort zu fladdern?

BK W. Shoyssel
20.04.2011 00:30

die haben in der Tat einen Klopfer.

Allerdings hätte ich vor Lachen gewiehert, wenn es denen bei den ÖBB ein drittes Mal am selben Ort gelungen wäre.

Ann Ecker
23.04.2011 12:55
du wieherst nur, solange du noch funktionierende Zugverbindungen benutzen kannst

eine Gesellschaft ohne verbindliches ethisches Fundament fällt rasch technologisch wie sozial auf ein heute unvorstellbares Primitivstadium zurück.
Ethik ist sich richtig verhalten auch dort wo man sicher ist nicht ertappt zu werden - hat also irrationale Beweggründe. Wenn wir die Verbindung zu diesen Wurzeln verlieren, es kann sehr sehr rasch vorbei sein mit unsrerer Zivilisation.
In diesem Sinne: Überleg, wo du wieherst. Sonst bist du ein Pferd!
>> irrationale Beweggründe http://zeichenblogger.blogspot.com/search?up... -results=9

Zinnmo
 
19.04.2011 19:11

Seriendiebstähle sind relativ normal. Üblicherweise brauchen Bestohlene einige Wochen um die Sicherheitsmaßnamen hoch zu schrauben. Da zahlt es sich für die Diebe aus, wenn sie ein bis zwei Wochen nach dem ersten Diebstahl noch mal kurz nachschauen.

Ein konkretes Beispiel: Die Firma für die ich arbeite, liegt in einer Gewerbezone. nichr nur bei uns, sondern auch bei den Nachbarn wurde innerhalb eines Monats jeweils 2x eingebrochen. Teilweise in der gleichen Nacht! Jetzt wurden überall die Sicherheitsvorkehrungen verschärft. Die Diebe kamen beide Male durchs Fenster im erste Stock, das eine war gerade 2 Tage repariert, da schlugen sie dan Nebenfenster ein...

The Druid
19.04.2011 18:12
Obwohl über 66% der "Bande"

Frauen sind, wird immer noch von KupferkabeldiebEN gesprochen ...
Hallo .. diestandard.at Redaktion, aufwachen !!!

kra3
19.04.2011 19:13
Selbst dem eingefleischtesten Macho

müsste doch eigentlich klar sein, dass das wieder ein Fall ist, bei dem vor allem Frauen die schlecht bezahlte - und hier sogar gefährliche - Arbeit tun, während im Hintergrund ein männlicher Boss abcasht.

So vermute ich halt einmal ganz subjektiv - der Beweis des Gegenteils würde mich überraschen.

Parkschwein
27.04.2011 14:54

du solltest dich selber zitronen weil du einer frau nicht zutraust der boss im hintergrund zu sein.

Christobal Daumenzee
20.04.2011 07:36
"..die schlecht bezahlte - und hier sogar gefährliche - Arbeit..."

Im Text steht nirgendwo etwas, daß die Arbeit der Damen "schlecht bezahlt" war.
Im Text steht auch nichts von einem "männlichen Boss" im Hintergrund.
Sie behaupten das aber einfach mal so.
Warum?

Ich bin kein Macho -weder eingefleischter noch vegetarischer- aber mir ist klar, daß Sie sicher oft sehr überrascht sind, bei solch "subjektiven Vermutungen" Ihrerseits....

Entropix
19.04.2011 22:01
vermutlich

san's Blondinen, der Beweis des Gegenteils würde mich überraschen ;-)

Aguirre74
19.04.2011 21:28

Sie können ja eine 50%-Quote im Mafia-Aufsichtsrat fordern.

dolly parton
19.04.2011 16:46

hauptsache, es passt endlich mal die frauenquote...

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