Über 4.000 Demonstranten hatten sich zur Belagerung von Sony-Stores angemeldet, doch kaum einer kam
Laut den Aktivisten des lose organisierten Netzwerks Anonymous hätte es die bisher größte Protestaktion gegen Sony werden sollen, nachdem der Konzern gerichtlich gegen die Verbreitung von Methoden zur Umgehung des Kopierschutzes der PlayStation 3 vorging. Über die Facebook-Seite "Operation Sony" meldeten sich über 4.000 Leute zur Belagerung von Geschäftslokalen des Konsolenherstellers an. Doch wie aus einem Bericht der Branchenseite VGChartz und aus Kommentaren auf Facebook hervorgeht, dürfte der Boykott-Aufruf weitgehend ungehört geblieben sein.
Niemand da
Teilnehmer und Videos untermauern die Pleite. In größeren Outlets in den USA scheinen weit und breit keine Zeichen des Widerstands zu verspüren gewesen sein. Ein User beklagte, alleine vor einem Store in San Diego gestanden zu haben. Ein Video eines englischen Facebook-Kommentators zeigt ein Sony-Geschäft, das präventiv Polizisten zum Schutz beorderte - zum Protest erschien allerdings niemand. Immerhin erreichten die Aktivisten, dass Sony zur Sicherheit einige Geschäftslokale am Samstag geschlossen hielt - wenngleich dies im Nachhinein betrachtet, nicht notwendig gewesen wäre.
Weitere Aktionen angekündigt
Die Aktivisten wollen sich indes nicht geschlagen geben und haben weitere Protestaktionen in Aussicht gestellt. Ein neues Datum werde noch bekanntgegeben. (zw)
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