Haben zwei "angemessene" Angebote für eine Ausreise in ein Drittland erhalten und nicht angenommen
Washington - Trotz ihrer erwiesenen Unschuld dürfen fünf
Uiguren das umstrittene US-Gefangenenlager Guantanamo auf Kuba weiter
nicht verlassen. Der Oberste Gerichtshof in Washington wies am Montag
einen Einspruch der aus China stammenden Muslime gegen ihre
andauernde Inhaftierung zurück. Der Supreme Court erklärte zur
Begründung, die Uiguren hätten zwei "angemessene" Angebote für eine
Ausreise in ein Drittland erhalten, diese aber nicht angenommen.
Die Uiguren waren gemeinsam mit 17 weiteren Angehörigen ihrer
Volksgruppe Ende 2001 in Afghanistan von der US-Armee aufgegriffen
und unter Terrorverdacht nach Guantanamo gebracht worden. Von den
Vorwürfen wurden sie komplett freigesprochen. In ihre Heimat China
können sie aber nicht zurückkehren, weil ihnen dort Verfolgung und
Folter drohen könnten. Auch die USA will sie nicht aufnehmen. Die
Mehrzahl der Uiguren wurde in Drittländer entlassen, darunter
Albanien, die Bermudas, der Pazifik-Inselstaat Palau und die Schweiz. (APA)