Unschuldige Uiguren bleiben weiter inhaftiert

18. April 2011, 22:04
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Haben zwei "angemessene" Angebote für eine Ausreise in ein Drittland erhalten und nicht angenommen

Washington - Trotz ihrer erwiesenen Unschuld dürfen fünf Uiguren das umstrittene US-Gefangenenlager Guantanamo auf Kuba weiter nicht verlassen. Der Oberste Gerichtshof in Washington wies am Montag einen Einspruch der aus China stammenden Muslime gegen ihre andauernde Inhaftierung zurück. Der Supreme Court erklärte zur Begründung, die Uiguren hätten zwei "angemessene" Angebote für eine Ausreise in ein Drittland erhalten, diese aber nicht angenommen.

Die Uiguren waren gemeinsam mit 17 weiteren Angehörigen ihrer Volksgruppe Ende 2001 in Afghanistan von der US-Armee aufgegriffen und unter Terrorverdacht nach Guantanamo gebracht worden. Von den Vorwürfen wurden sie komplett freigesprochen. In ihre Heimat China können sie aber nicht zurückkehren, weil ihnen dort Verfolgung und Folter drohen könnten. Auch die USA will sie nicht aufnehmen. Die Mehrzahl der Uiguren wurde in Drittländer entlassen, darunter Albanien, die Bermudas, der Pazifik-Inselstaat Palau und die Schweiz. (APA)

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