Rituelles Massenschlachten vor 6.000 Jahren

19. April 2011, 00:01
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Religiös motivierte Jagdpraktik im östlichen Mittelmeerraum könnte Kropfgazelle in ihrem Bestand drastisch reduziert haben

Washington - Religiös motivierte Massenschlachtungen haben möglicherweise dazu geführt, dass die Kropfgazelle (Gazella subgutturosa) im östlichen Mittelmeerraum schon vor Jahrtausenden in ihrem Bestand drastisch reduziert wurde. Dies vermuten Wissenschafter nach der Untersuchung einer Fanganlage im Nordosten Syriens, in der vor etwa 6.000 Jahren eine Gazellenherde eingefangen und getötet wurde.

Die Jagdpraktik, die Steinmalereien zufolge rituellen Charakter gehabt haben dürfte, war nach Angaben der Wissenschafter in der Region in der Jungsteinzeit verbreitet. Dadurch seien die Gazellen-Bestände vermutlich schon in großem Ausmaß geschrumpft, bevor die Jagd mit Schusswaffen die Gazellen endgültig an den Rand des Aussterbens brachte. Die Forscher präsentieren ihre Untersuchung in den Proceedings der US-Nationalen Akademie der Wissenschaften. (red/APA)

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