"Ferien" spielen - in der Urlaubswoche

18. April 2011, 17:27
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Neue Ausstellung im Zoom Kindermuseum beschäftigt sich mit den "Großen Ferien"

Wien - Im Urlaub eine Ausstellung zum Thema Ferien besuchen? Geht's noch? So denken die Großen. "Es wundern sich viele, warum wir gerade dieses Thema gewählt haben", weiß Zoom-Direktorin Elisabeth Menasse-Wiesbauer. "Aber wir knüpfen an die Interessen der Kinder an. Wenn die das Thema ,Ferien' hören, ist immer die erste Reaktion: Super!"

Die neue Ausstellung im Wiener Zoom Kindermuseum knüpft an die wenig beachtete Tatsache an, dass Kinder auch in den Ferien viel lernen, "nur nicht so strukturiert und bewusst wie in der Schule", erläutert Menasse-Wiesbauer. Genau wie auch in dieser Ausstellung, "auch hier wird den Kindern relativ frei überlassen, was sie tun möchten und wo sie in die Tiefe gehen wollen".

Baumhaus vs. Kletterwiese

Sie können sich ins Baumhaus zurückziehen und dort Baupläne studieren, auf der Kletterwiese kraxeln und in "Wissenslöchern" Neues über die Wiesenbewohner oder den "Wiesenpfiff" mit dem Grashalm erfahren.

Gegenüber ist der "Check in"-Schalter, wo sich die Kids Reisedestinationen aussuchen können und dann anhand von Einpacklisten die nötigen Sachen für den Urlaub in Istanbul oder Teneriffa in die richtigen Koffer einräumen können. Und dann - weil auch das dazu gehört - den ökologischen Fußabdruck ihrer geplanten Reise ermitteln können.

Weiter hinten, vorm Bergpanorama, wird natürlich wieder gekraxelt - und verkleidet. Hier können die Besucher historische Kostüme von Bergsteigerinnen oder Badetrikots (mit extra Muskeln) probieren - und so nebenbei lernen, wie die Ferien eigentlich entstanden sind. Mit Einführung der Schulpflicht nämlich, damit die Kinder im Sommer daheim am Hof mitarbeiten können.

Musealer Campingbus

Das absolute Highlight ist natürlich der Campingplatz im hintersten Raum. Mit Zelt und einem alten Campingbus mit allem, was dazugehört. Und auch hier wird emsig gewerkt: Da werden etwa Sitzdecken aus Stoffresten handgeknüpft - weil es ja immer ein bisserl feucht und kalt am Popsch ist, wenn man sich am Campingplatz hinsetzt.

Die Ausstellung kann sich später übrigens als echter Segen für die nächsten echten Ferien erweisen: Denn auch hier im Zoom gibt es einen richtig faden Regentag. Mit selbstgemachten Regengeräuschen und Kuschelecke. Hier gibt's Bücher zum Gegenseitig-Vorlesen und als Anregung die Regentag-Klassiker: vom Schifferl-Versenken bis hin zu Stadt-Land. (Roman David-Freihsl, DER STANDARD-Printausgabe, 19.4.2011)

  • Unangefochtener Höhepunkt der Ausstellung: der Campingplatz mit Zelt, Campingbus und Feuerstelle.
    foto: zoom/wegscheidler

    Unangefochtener Höhepunkt der Ausstellung: der Campingplatz mit Zelt, Campingbus und Feuerstelle.

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