Zahi Hawass zu einem Jahr Zwangsarbeit verurteilt

17. April 2011, 21:38
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Chefarchäologe und Minister erneut entmachtet

Kairo - Schon einmal war er nach der ägyptischen Revolution seinen Job los, um bald darauf als Chef-Archäologe und Minister für die Altertümer wieder ins Amt zu kommen. Doch jetzt dürfte die Karriere von Zahi Hawass endgültig zu Ende sein. Das Strafgericht im Kairoer Stadtteil Giza verurteilte den 63-Jährigen wegen Missachtung eines früheren Gerichtsurteils in einem Landstreit zu einem Jahr Zwangsarbeit.

Zugleich wurde der medienwirksame Herr über Ägyptens antikes Erbe seiner Verpflichtungen als Minister enthoben, berichtete das Nachrichtenportal "almasryalyoum" am Sonntagabend. 

Berufung

Hawass erklärte umgehend, gegen das Urteil zu berufen, damit ist dieses nicht rechtskräftig. Der Landstreit, der den Stein des Anstoßes bildete, reicht in die Zeit zurück, in der Hawass unter dem gestürzten Präsidenten Hosni Mubarak Chef der ägyptischen Altertümer-Verwaltung gewesen war.

Mit seiner regelmäßig wiederholten Forderung nach Rückgabe der weltberühmten Nofretete-Büste aus dem Neuen Museum in Berlin hatte Hawass auch in Deutschland Schlagzeilen gemacht.  (APA)

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    Zahi Hawass soll für ein Jahr ins Gefängnis.

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