Steiermark

Kupferkabel auf gleicher ÖBB-Strecke zwei Mal am Wochenende gestohlen

18. April 2011, 11:38

Kriminelle schlugen am Wochenende in zwei Nächten zu - Schaden mindestens 70.000 Euro

Graz  - In der Steiermark haben sich Buntmetalldiebe zunehmend auf Kupferkabel in Leitungsanlagen der ÖBB verlegt - am Wochenende gingen sie besonders dreist vor: Erst stahlen sie die Erdungskabel von einem Abschnitt der Südbahnstrecke zwischen Mürzzuschlag und Spital am Semmering. Als die ÖBB die Kabel ersetzt hatten, schlugen sie zwei Nächte später gleich noch einmal zu und entwendeten die Ersatzleitungen, so die Sicherheitsdirektion. Der Schaden im ersten Fall beträgt rund 70.000 Euro, im zweiten Fall steht die Schadenshöhe noch nicht fest.

In der Nacht auf Freitag durchtrennten die Unbekannten auf der Südbahnstraße zwischen den Ortsgebieten Mürzzuschlag und Spital am Semmering auf beiden Geleisen die blanken Kupferkabeln vermutlich mit einem Bolzenschneider und blockierten so den Zugverkehr in beide Richtungen. Die Reparaturarbeiten dauerten von 19.45 Uhr bis in die Morgenstunden des Samstag. Während dieser Zeit musste der komplette Schienenverkehr auf dieser Strecke mit Dieselloks bewältigt werden.

Vermutlich dieselben Täter durchtrennten in der Nacht auf Sonntag auf der selben Strecke einen Teil der neu installierten Kupfererdungskabel. Der dadurch verursachte Gesamtschaden war am Montag noch nicht bekannt. Der Zugverkehr wurde wiederum für einige Zeit zum Erliegen gebracht, so die Polizeiinspektion Mürzzuschlag.

Kupferpreise hoch

Bereits zu Beginn der vergangenen Woche hatten Diebe auf den Bahndämmen der Bundesbahn auf mehreren Kilometern nördlich und südlich von Graz Kabel ausgegraben und waren entkommen. Wie derStandard.at berichtete hat Kupferdiebstahl in den vergangenen Monaten in ganz Österreich zugenommen, weil die Preise für Kupfer am Weltmarkt schon seit längerer Zeit sehr hoch sind. (APA)

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< silence >
01
19.4.2011, 11:33
langsam versteh ich die Ungarn

aus Vorurteilen werden Urteile.

Paolo64
02
19.4.2011, 10:59
glücklicherweise

sind die drei ungar. Verbrecher geschnappt. Bleibt nur zu hoffen das sie auch verurteilt werden den durch sie verursachten Schaden zu begleichen.

http://steiermark.orf.at/stories/511006/

Julian Bashir
01
19.4.2011, 09:57
Und sie haben es ein drittes Mal versucht...

http://steiermark.orf.at/stories/511006/

jos
30
19.4.2011, 08:11

Spielt keine Rolle, dann fallen die Subventionen an die ÖBB nächstes Jahr einfach etwas höher aus.

Gerhard56
27
18.4.2011, 18:50
Schengen macht's möglich

Ein dreifaches 'Hoch' auf die Erfinder des Schengen-Raumes, also auf die freie Fahrt für freie Gauner. In ganz Österreich steigt wegen dieser offenen Grenzen die Kriminalitätsrate in jeder Form. Das Innenministerium weiß nicht mehr so recht, welche Tricks es bei der Erstellung der jeweils neuen Kriminalitätsstatistik anwenden soll, um zu beweisen, daß ja sowieso alles bestens ist. Die Delikte steigen zwar rasant, aber die Statistik beweist eindeutig, daß das alles nur Schmäh ist. Vor 20 oder 30 Jahren gab es so viele Straftaten in einem ganzen Jahr, was wir jetzt oft in einer Woche erleben müssen.

berti russell
71
18.4.2011, 22:51
Neoliberalismus macht´s möglich!

Ein Dank an unsere Volksverhetzer, die ihr neoliberales Prestigeprojekt, das sie und ihre Financiers reicher und uns alle ärmer macht, auch noch hinter ungustiösem Rassismus verstecken. Wer soziale Ungerechtigkeit sät, wird Kriminalität und Barbarisierung ernten.

Keyser
23
18.4.2011, 17:18

Beim nächsten mal, werden die ÖBB Leute die Leitungen ganz sicher einbetonieren, damit es den Dieben nicht gar so leicht gemacht wird. Wie wäre es damit, liebe ÖBB? Geht nicht? Gibts nicht!

Watching you
13
18.4.2011, 16:34
Betrachtung Lukrativität im Verhaltniss zu entstandenem Schaden

Möchte hiermal von folgenden Annahmen ausgehen
Weltmarkkupferpreis zur Zeit ca. 7 Euro/Kg
zu erzielender Preis ca. 30% am Schwarzmarkt= 2,1 Euro/Kg
Entstandener Schaden für 2 Fälle ca. 70.000 Euro
Bei diesen 70.000 Euro gehe ich davon aus, dass alle Kosten z.B. Wiederherstellung bzw. Aufwand für Schienenersatz etc berücksichtigt sind.
1 x Diebstahlschaden = 35.000
daher Annahme gestohlene KG Kuper 250
250 x 2,1Euro= 525 Euro
Diese Menge ist mit einem PKW durchaus zu transportieren und bei einer Annahme von 2 Tätern und in Anbetracht anderer entstehender Kosten bleiben jedem vielleicht 200 Euro Erlös über.
Hm, anscheined ist das immer noch lukrativ genug um stehlen zu gehen.

Der Zaungast
23
18.4.2011, 16:27
stehlt doch gleich die ganze ÖBB

wir hätten auf einen Schlag ein paar Milliarden Schulden weniger!

joh CtgVerlag
11
18.4.2011, 16:24
Bitte, wo ist hier das Problem ????

Mit den vergrabenen Leitungen gleich ein Leck-Ortungskabel wie bei den Fernwärmeleitungen mitverlegen( und schön auf die Leitung binden), dann weiß ich sofort, wenn es durchtrennt ist, wo die Burschen sind und bin in 3 Minuten dort(oder die Polizei). Der Aufwand liebt fast bei Null, den verlegen muss ich auch die Reserveleitungen. Ob ich einen Draht mehr oder weniger verlege, ist schon egal. Ich sehe hier überhaupt kein Problem. Habe einmal den Behörden in Mocambique diesen Tip gegeben und seitdem wurde kein Kabel dort mehr geklaut......

GWS
 
05
18.4.2011, 21:25

Wenn schon, dann ein paar "Fake"-Erdungsleitungen verlegen, an denen 15kV anliegen. Da kann man dann die Burschen verkohlt einsammeln und in ein paar Monaten ist das Problem endgültig gelöst.

R. Lexer
00
19.4.2011, 09:44

Das Geheule ist schon groß genug, wenn Kinder auf Waggondächer steigen. Da müssen wir die nicht auch noch am Boden brutzeln lassen.

Karl Valentin3
 
10
18.4.2011, 17:00

In Zeiten wo überall Personal gespart wird ist niemand 'in 3 Minuten dort'.
Auch nicht in 10 oder 15 Minuten.

Grammelschmalzbrot
03
18.4.2011, 16:00
Ich habe da noch so einen Slogan der EU im Ohr

... freier Waren und Güterverkehr in der Union!

;-)

Hatte mir aber etwas anderes darunt vorgestellt.

Dragomir
00
18.4.2011, 15:41

Sind wahrscheinlich Somalische Piraten

die naive
02
18.4.2011, 15:28
Angeblich gibt es ja

in Ungarn für Kupfer bereits einen ständig wachsenden "Sekundärmarkt" !

Dragomir
00
18.4.2011, 15:24

Wenn immer wieder zwischen Spital am Semmering und Mürzzuschlag gestohlen wird, dann ist es doch naheliegend, dass man diese Strecke nicht bewacht oder habe ich da was falsch gelesen?

Karl Valentin3
 
01
18.4.2011, 15:49

Es wird überall gestohlen. In den letzten Wochen gab es z.B. zwischen Wien und Sankt Pölten ganz wenige Stellen wo die Kabeln noch vorhanden waren. Wurden aber nachgerüstet.
Im Moment fehlen sie nur in Wien Hütteldorf.

Festnetzwiederanmelder
00
18.4.2011, 14:56
Nicht nervös werden! Mittlerweile

wird auf Stahllegierungen umgestellt. Dauert halt ein wenig.

meinrad
07
18.4.2011, 14:49

da muss man wohl mal die stromführende leitung und die erdungsleitung vertauschen.

Karl Valentin3
 
12
18.4.2011, 15:00

Das wär aber blöd. Dann würden nähmlich die Schienen unter Spannung stehen. Da will ich dann z.B. bei einem Bahnübergang nicht auf die Schiene steigen.

meinrad
13
18.4.2011, 15:32

kollateralschäden!

Moa Moa Moa
14
18.4.2011, 14:45
Und nicht vergessen:

Schuld sind die Rassisten, die den bettelnden Kindern kein Geld geben.
(Hier schon gelesen.)

Karl Valentin3
 
11
18.4.2011, 14:04
Was ich nicht verstehe..

warum auf der Südbahn wegen der gestohlenen Erdungskabel gleich der ganze Zugverkehr lahmgelegt wird. Auf der Westbahn werden die Kabel auch dauernd, scheint im Moment am hohen Wert der Kupferkabeln zu liegen, gestohlen ohne das die ganze Westbahn steht.

BraS
 
01
18.4.2011, 14:57

wiel nirgendwo einfach mal so ein paar Dutzend Dieselloks samt darauf ausgebildeten Lokomotivführern herumstehen, die für solche Fälle bereitgehalten werden.
Außerdem müssen ja die Ersatzleitungen angebracht werden. Dabei verlangt hoffentlich niemand, so selbstmörderisch vorzugehen, wie die Pfosten, die die Leitungen abzwicken.

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